Erfahrungsbericht: Trainee bei Bertelsmann

Karriere als Geisteswissenschaftler, Bertelsmann Traineee, Creavtive Management Program Bertelsmann, high potential Bertelsmann, Traineeprogramm high potential

Trainees bekommen viel Raum für Kreativität.

Top-Karriere als Geisteswissenschaftler? Unbedingt!

Geisteswissenschaftlerin, Trainee, Managerin? Das ist der Plan von Marie-Fee Taube und der ihres Arbeitgebers Bertelsmann: Sie nimmt am Creative Management Program des Medienunternehmens teil und profitiert dabei nicht nur von den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten, sondern baut sich auch ein exzellentes Netzwerk für ihre Zukunft innerhalb des Konzerns auf.

Fünf Geisteswissenschaftler werden der­zeit bei dem Traineeprogramm ge­zielt als Spitzenkräfte von morgen ausgebildet. Marie-Fee Taube ist eine von ihnen und entdeckt auf vier Stationen in 20 Monaten den vielschichtigen Konzern mit zahlreichen Untergesellschaften. Nachdem sie das Auswahlverfahren überstanden hatte, war keinesfalls ausruhen angesagt: Mit einer Bootcamp-Woche be­reitete Bertelsmann die fünf Teilnehmer auf die anstehenden Aufgaben vor. Sieben Tage am Stück intensive Management-Workshops, in denen das nötige Rüstzeug für anstehende Aufgaben vermittelt wurde. „Das war Hardcore-Numbercrunching“, erinnert sich die gebürtige Kielerin. Täg-liche Business-Cases von Bertelsmann wechselten sich mit theoretischen Inhalten ab. Darin lernten die Teilnehmer viel über den Konzern, wie man Geschäftsberichte der einzelnen Divisionen und  wichtige Kennzahlen analysiert und wie man diese für Entscheidungen nutzt. Damit war der betriebswirtschaftliche Grundstein für die kommenden Stationen gelegt.

Tiefe Einblicke in den gesamten Konzern, das ermöglicht das Traineeprogramm von Bertelsmann

Anschließend steht für jeden Trainee das Praxis-Programm an: In vier Stationen à fünf Monaten lernen die Teilnehmer des Creative Management Programs Bertelsmann richtig gut kennen. Dabei profitieren sie von der Bandbreite an Unternehmen im Konzern – welcher Trainee kann sonst schon nacheinander in Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsgeschäften Erfahrungen auf Top-Niveau sammeln? Die Teilnehmer ge­nießen be­stimmte Freiheiten in der Ge­staltung des Programms: Bereits für die ersten beiden Stationen können sie ihre eigenen Wünsche äußern und in die Wahl mit einfließen lassen. In der zweiten Hälfte des Programms akquirieren die Trainees ihre Einsatzorte im Konzern selbst. Taubes erste Station fand bei der Mediengruppe RTL Deutschland in Köln statt (Free-TV-Sender RTL, Vox, N-TV, RTL Nitro, Super RTL, RTL II und RTL Plus sowie die Pay-TV-Sender RTL Crime, RTL Passion und RTL Living). Dort arbeitete sie allerdings zu­nächst einmal nicht im Management, sondern in der Entwicklung: „Bei mir war es so, dass ich mir explizit gewünscht habe, generell erst einmal in die Formatentwicklung und die Programmgestaltung zu gehen. Ich war vorher nie beim Fernsehen und mein Anspruch war, zu verstehen, wie die tägliche Arbeit am Programm aussieht.“

Und so beschäftigte sich Marie-Fee Taube in den ersten zwei Monaten intensiv damit, wie Programme für die Primetime ausgewählt werden, welchen Vorteil Ei­genproduktionen gegenüber US-Serien haben und wie Senderechte eingekauft werden. Das Traineeprogramm erlaubte ihr damit, tief in das TV-Kerngeschäft einzudringen. Das war aber nur der Auftakt der ersten Station, denn nach zwei Monaten wandte sich Taube eher betriebswirtschaftlichen Aufgaben zu. Ab dann arbeitete sie bei der Bertelsmann eigenen TV-Vermarktungsfirma IP, in der sie zunächst in der Kommunikationsabteilung der Mediengruppe einstieg. „Kommunikation hat mir immer gut gefallen. Daher habe ich den Wunsch geäußert, zwei Wochen in der Kommunikation mitzuarbeiten. So habe ich auch mitbekommen, was IP als Vermarkter gerade beschäftigt.“ Nach diesem Überblick verbrachte Taube die zweite Hälfte der Station in der Salesab­teilung von IP. Hier wirkte sie an verschiedenen Projekten mit, unter anderem bei der inhaltlichen Aufbereitung der Vermarktungsthemen für das Annual Sales Meeting. Innerhalb von nur fünf Monaten lernte sie so die Mediengruppe aus drei verschiedenen Blickwinkeln kennen und konn­­­­­te einzigartige Erfahrungen sammeln.

Bei ihrer zweiten Station lief es genauso rund: Nach den ersten fünf Monaten wech­s­elte die junge Berufseinsteigerin von der RTL Group weiter zu Gruner + Jahr. Das Verlagshaus von Bertelsmann zählt zu den größten Europas und publiziert über 500 Zeitschriften und Online-Ma­gazine. Zu seinem Portfolio gehören Größen wie „Stern“, „Brigitte“ und „GEO“. Taube startete ihren Aufenthalt bei EMS, dem Vermarkter von Gruner + Jahr. Dort er­lebte sie hautnah mit, wie das Unternehmen die digitale Transformation vorantreibt. Marie-Fee Taube war zum Beispiel an der Weiterentwicklung des On­line-Auftritts neon.de beteiligt. Dabei ent­wickelte sie ein komplett neues Konzept mit, wie die Website aufgebaut und in welche Ressorts diese aufgeteilt wird. Zudem arbeitete sie an der Wettbewerbspositionierung mit. Dabei analysierte sie Klicks und Reichweiten oder führte Wettbewerberanalysen durch. Bei Neon.de konnte Taube daher an der Schnittstelle zwischen kreativen Inhalten und der zahlenba­sierten Analyse arbeiten – genau darauf zielt das Creative Ma­nagement Program bei Bertelsmann ab.

„Man kann nicht einfach Ideen aus dem Bauchgefühl umsetzen, sondern muss sie begründen können.“

Mittlerweile hat sie ihre zweite Station abgeschlossen und steht vor ihrem ersten frei gewählten Wechsel – zurück zur Mediengruppe RTL. Dort will sie nun auch noch das strategische Marketing kennenlernen. Ihr war klar, dass sie noch einmal zurückkehren möchte, um noch tiefer eintauchen zu können. Ob sie dort auch langfristig bleiben wird, weiß Taube noch nicht. So oder so wird sie sich um ihre Zukunft im Konzern keine Sorgen machen müssen: Sie verfügt schon jetzt über ein unternehmensweites Netzwerk, das ihr den Einstieg in zahlreichen Abteilungen erleichtern wird.

Denn die Trainees lernen auf ihren Stationen im Konzern nicht nur ihre unmittelbaren Kollegen kennen. Taube berichtet, dass die besondere Kultur bei Bertelsmann das Netzwerken enorm vereinfacht: „Hier geht man beispielsweise an fast je­dem Tag mit jemand anderem essen. Bei Gruner + Jahr kenne ich nach fünf Monaten gefühlt 60 Prozent der Mitarbeiter – und das vom Praktikanten bis zur Spitzenkraft.“ So hat sie nicht nur unzählige Kontakte an ihren alten Wirkungsstätten, sondern kommt auch noch mit verschiedenen Meinungen und Experten des Unternehmens zusammen.

Die Experten bringt Bertelsmann sogar gezielt mit den Teilnehmern des Creative Management Programs zusammen.

Die Kollegen der Personalabteilung organisieren Treffen mit verschiedenen Managern wie Julia Jäkel, CEO Gruner + Jahr, oder Bernd Reichart, Geschäftsführer Vox und Mitglied der Geschäftsleitung der RTL Mediengruppe. Beide Bertelsmann-Manager sind selbst studierte Geisteswissenschaftler. Sie dienen als Vorbild für die Trai­nees, da sie über einen ähnlichen Back­ground verfügen und berichten können, wie sie erfolgreiche Manager geworden sind.

Diesen Weg soll neben Taube und ihren Mit-Trainees auch der zweite Jahrgang des Creative Management Programs ge­hen. Nach dem so erfolgreichen er­­sten Pro­grammstart sucht Bertelsmann ak­­tuell schon die nächsten Nachwuchstalente. Bewerbungen können unter „creativemanagementprogram.de” eingereicht wer­den.

Bertelsmann Traineee, Creavtive Management Program Bertelsmann, high potential Bertelsmann, Traineeprogramm high potential

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. Mai 2018, Programmstart ist im Oktober.

Nach den tollen Erfahrungen bei ihren ersten beiden Stationen und ihrer Rückkehr zur RTL Group überlegt Marie-Fee Taube aktuell, wo sie für die letzten fünf Monate arbeiten möchte. „Gerade bei der letzten Station ist die Chance natürlich groß, dass sie auch die erste für die weitere Karriere ist. Daher überlegt man natürlich vorher sehr gut, wohin man möchte.“ Die Auswahl ist vielfältig, denn trotz der bis­herigen verschiedenen Erfahrungen hat Marie-Fee Taube viele Konzernbereiche noch gar nicht kennengelernt. So steht den Trainees mit Penguin Random Hou­se der weltweit größte Publikumsverlag offen, bei BMG können sie in einem der digital fortschrittlichsten Musikunterneh­­men ar­beiten oder bei Udacity das On­line-Lernangebot der Zukunft entwickeln.

­­­Auch von den zum Konzern gehörenden Start-ups und Innovation Labs wie Greenhouse in der Hamburger Schanze spricht Taube mit großer Begeisterung. Viele Möglichkeiten, um Bertelsmann auf verschiedenen Wegen zu erkunden: „Man muss festhalten, dass Bertelsmann gerade wegen seiner acht unterschiedlichen Divisionen ein sehr vielschichtiger Arbeitgeber ist.“ Und noch eine andere Erfahrung hat Marie-Fee Taube als sehr bereichernd erlebt: „Wir haben viel Kontakt zu unseren Betreuern. Diesen ist es wichtig, dass wir mit dem nötigen Rüstzeug und einer sehr umfangreichen Ausbildung in unsere ersten Stationen starteten. Deshalb auch das ‚Bootcamp‘ ganz am Anfang. Wir sollten in unserer ersten Station schon mit dem dafür notwendigen wirtschaftlichen Wissen einsteigen und dort nicht als ‚Geis­teswissenschaftler ohne BWL-Wissen‘ wahrgenommen werden. Deshalb hat sich das ‚Bootcamp‘ für uns alle sehr gelohnt.“


Karriere als Geisteswissenschaftler, Bertelsmann Traineee, Creavtive Management Program Bertelsmann, high potential Bertelsmann, Traineeprogramm high potentialMarie-Fee Taube, 27, studierte Soziologie an der Universität Bielefeld und absolvierte anschließend ihren Master in Communications and Management an der Hochschule Osnabrück. Nach ihrem Masterabschluss stieg sie bei Bertelsmann im Creative Management Program ein. Dort strebt die Geisteswissenschaftlerin eine Managementkarriere im Medienkonzern an.

 


Bildquelle: © Bertelsmann, Fotograf: Thilo Ross
Stand: Frühjahr 2018

Share.