„Vertrauen spielt eine immense Rolle“

Als Berufseinsteigerin direkt zur Vorstandsassistentin? Für Nora Müller ist das im letzten Jahr zur Realität ge­worden. Sie ergatterte einen Platz im begehrten Vorstandsassistentenprogramm der Allianz. high potential hat die erfolgreiche Durchstarterin in München getroffen und sich über ihre berufliche Vorstellungen und den Mut zur Veränderung unterhalten.

„Alles wird gut und wenn es nicht sofort gut wird, dann ist es noch nicht zu Ende.“ Das Motto ihres Chefs hat sich Nora Müller in ihrem Berufsalltag selbst zu Eigen gemacht. In einem Mitarbeitervideo, das seit kurzem auf Youtube zu sehen ist, stellt die ehemalige BWL-Studentin aus München ihre Aufgabenbereiche bei der  Allianz vor. Nora ist 25, wirkt sympathisch und besitzt diese selbstsichere Ausstrahlung, mit der sie Menschen beeindrucken und mitreißen kann. Im letzten Jahr ist sie als Vorstandsassis­tentin bei der Allianz eingestiegen. Bekannt war ihr das Unternehmen schon vorher: Während ihres Studiums absolvierte sie dort ein Praktikum im Vorstandsstab.

Als marktführendes Unternehmen in Deutschland und international agierender Konzern ist die Allianz ein gefragter Arbeitgeber – und gerade jetzt befindet er sich in einem spannenden Umbruch. Das Zeitalter der Globalisierung und Di­gitalisierung bringt heute für Absolventen und Digital Natives Herausforderungen mit sich, die über das Kennenlernen von starren Konzernstrukturen hinausgehen. Die Allianz sucht Absolventen und Querdenker, die die digitale Versicherungswelt mitgestalten und Vorreiter für Innovationskonzepte sind – Fragestellungen, für die sich Nora bereits im Studium interessierte. Ihre Masterarbeit schrieb sie im Bereich Digitalisierung bei der AMOS SE – der internen Shared-Services-Gesellschaft der Allianz Gruppe.

Fragt man Nora nach den Gründen, wa­rum sie sich letztlich für einen Direkteinstieg bei der Allianz entschieden hat, fallen auch Stichworte, die programmatisch für die Gen Y stehen: Absolventen von heute wollen mehr als gute Aufstiegschancen oder Top-Gehälter. Die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen oder Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind Rahmenbedingungen, auf die Berufseinsteiger besonders Wert legen. Nora findet das alles bei ihrem jetzigen Arbeitgeber vor: „Die Allianz hat spannende Produkte mit vielen Entwicklungs- und Innovationsmöglichkeiten. Es gibt (fast) nichts, was man in diesem Konzern nicht tun kann.“ Dabei legt sie besonders Wert auf eine offene, wertschätzende Kommunikation und Kollegen, die sich gegenseitig unterstützen: „Ich arbeite sehr gerne im Team und genau deshalb ist es mir und allen in unserem Büro so wichtig, dass wir ein angenehmes Arbeitsklima haben und uns gut untereinander verstehen. Ich nehme die Arbeit in meinem Team als sehr lösungsorientiert, dynamisch und offen wahr. Außerdem sind meine Kollegen immer für einen Spaß zu haben.“

Wie hält es die Allianz mit der Gender Equality?

Derzeit beträgt der Frauenanteil bei der Allianz 49,3 Prozent ­– bis zum 30. Juni 2017 soll mindestens eine Frau in jedem Vorstand aller deutschen Tochtergesellschaften vertreten sein. Als Vorstandsassistentin ist Nora nun Teil des Prozesses, Geschlechtergleichheit im Un­ternehmen Realität werden zu lassen. Ihr Einstieg in das Vorstandsassistentenprogramm ist der erste Schritt in Richtung Management. Nach zirka sieben Jahren im Konzern und erfolgreichem Abschluss des Programmes ist es möglich, eine Position als Fachbereichsleiterin (eine Ebene unter dem Vorstand) bei der Allianz einzunehmen.

Wer sich auf das Vorstandsassistenprogramm bewirbt, sollte also unbedingt die Bereitschaft haben, Führungsverantwortung übernehmen zu wollen. In dem Nachwuchsführungskräfte-Programm besprechen die Teilnehmer von Anfang an gemeinsam mit Topmanagern wich­tige Un­ter­nehmensentscheidungen. „Dabei spielt Vertrauen natürlich eine immense Rolle: Als Vorstandsassistentin bin ich in den Alltag meines Vorstands eng eingebunden. Da ist es von großer Bedeutung, dass er sich auf unser Büro verlassen kann“, sagt Nora. Um dieses gegenseitige Vertrauen zu schaffen, müssen die Nachwuchskräfte selbst Schritt für Schritt lernen, strategisch zu denken, zukunftsorientiert zu führen und nachhaltig zu handeln. Herausfordernde Situationen sind bei diesen Anforderungen keine Seltenheit. Oft müssen schnelle Entscheidungen getroffen und Probleme unter Zeitdruck gelöst werden: „Bei Aufgaben, für die ich wenig Zeit habe, priorisiere ich erst, mache mir dann einen Plan, kontaktiere die wichtigen Personen, hole mir die Informationen ein und los geht’s.“ Dabei versucht Nora zwar jede Aufgabe bestmöglich zu lösen, jedoch weiß sie, dass nicht immer alles perfekt gelingen kann: „Selbstverständlich passieren mir Fehler: Dann gehe ich auf die Personen zu, spreche es offen an und entschuldige mich.“

Fehler zu akzeptieren und gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Unternehmenshierarchien zu schaffen ist keine Selbstverständlichkeit. Oft ist das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitern von hohem Erwartungsdruck und Anspannung geprägt. Daher hat sich die Allianz zum Ziel gesetzt, eine Führungskultur auf Augenhöhe zu etablieren. Sicher kennt jeder das klassische Bild eines Chefs oder einer Chefin, der oder die im Unternehmen allein für Visionen, Werte, Veränderung und Erfolg verantwortlich ist. Aufgaben werden stets nach unten delegiert – Unzufriedenheit im Team ist so vorprogrammiert. Der Versicherungskonzern möchte eine neue Richtung einschlagen: Der Fokus soll auf einer interaktiven und menschlichen Führung liegen, bei der hierarchische Schranken abgebaut werden und die Beziehung zwischen Leitung und Mitarbeitern mehr Wertschätzung erhält. Dialog, Vertrauen und Vereinbarungen mit den Chefs und im Team sind spielbestimmend – und junge Berufseinsteiger wie Nora tragen dazu bei, diese Kultur zu prägen und mitzugestalten.

Derzeit hat die Allianz 200 ehemalige und 30 aktive Vorstandsassistenten. Die aktuellen Teilnehmer des Programms haben zwei Mentoren, die ihnen während der gesamten Zeit der Ausbildung zur Seite stehen. Mit den Kollegen aus den verschiedenen Fachabteilungen und Projektteams ist das ein großes Netzwerk, von dem Nora profitieren kann – regelmäßig werden Networ­king-Events organisiert. Weiterbildungen sind grundsätzlich Teil der Ausbildung bei dem Versicherungskonzern. Die Mitarbeiter nehmen an Seminaren in der Außendienst- und Innendienst-Akademie teil. Fachliche Trainings zu Themen wie Verhandlungstechnik und Rhetorik, Sprachkurse oder Praxistage in fachfremden Abteilungen machen den beruflichen Alltag vielfältiger.

Zielstrebigkeit und Mut zur Veränderung

Wie hat es Nora eigentlich geschafft, in solch ein Top-Programm aufgenommen zu werden? Natürlich spielen ihre ausgezeichneten akademischen Leistungen eine große Rolle. Sie war immer zielstrebig: Studium an der Philips-Universität in Marburg sowie an der LMU München mit Schwerpunkt Controlling – Auslandssemester an einer Business School in Paris. Sie hat es mit einem überzeugendem Lebenslauf geschafft, direkt als Vorstandsassistentin bei einem der weltweit größten Versicherungskonzerne einzusteigen. Und das ist keinensfalls selbstverständlich, denn häufig werden diese Stellen in Unternehmen intern vergeben. Gesellschaftlich herrscht die Kritik, dass in den ohnehin (noch) männlich dominierten Vorständen, auch Männer bei der Rekrutierung bevorzugt werden. Hier ein Feierabendbier – da ein gemeinsames Fußballspiel  –  schon ist man per du mit dem Chef. Durch das externe Bewerbungsverfahren für das Vorstandsassistentenprogramm der Allianz hat jeder Bewerber dieselben Chancen: Neben herausragenden akademischen Leistungen sind zum Beispiel internationale Erfahrung sowie ein verhandlungssicheres Deutsch und Englisch gefragt. Mut zur Veränderung und keine Scheu vor Verantwortung – auf Nora trifft das alles zu. Woher diese positive Grundhaltung kommt? „Ich gestalte mein Umfeld und mein Leben stets aktiv und vor allem wertschätze ich die kleinen Dinge im Alltag. Dadurch bleibt man immer positiv.“


Weitere Informationen zum Vorstandsassistentenprogramm der Allianz findet ihr auch hier.

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