Schwaches Selbstbewusstsein? „Die werden von mir begeistert sein“

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Selbstbewusstsein: Egal, ob bei einer Präsentation oder einem Meeting – bleibt immer authentisch!

Klar, die Arbeitswelt beruht auf männlichen Prinzipien – nur, was heißt das für junge Berufseinsteiger, gerade in den sogenannten Männerdomänen? Müssen Frauen nun einen Crash-Kurs für männliches Verhalten durchlaufen? Mitnichten, findet Isabel García und gibt praktische Tipps, wie wir selbstbewusster auftreten können.

Sie möchten – insbesondere als Frau – überzeugend auf­treten? Wie soll denn das gehen? Das geht schon wegen Ihrer Stimme nicht. Die ist viel zu hoch. Und dann haben Frauen auch häufig so etwas weiches und unsicheres an sich. Nein. Das wird nichts. Keine Angst, ich möchte Sie nicht frustrieren. Denn die Aussagen im ersten Abschnitt sind die derzeit gängigen Meinungen, die durch die beruflichen Flure wabern. Wenn Sie diese allzu ernst nehmen, haben Sie schon verloren. Ich kenne einige Damen, die sich so sehr dem männlichen Verhalten angepasst haben, dass sie männlicher auftraten als die meisten Männer. Das kann und darf nicht das Ziel sein, denn damit würden wir die Klischees bestätigen. Wie funktioniert überzeugendes Auf­treten? Über Selbstsicherheit. Wie erlangen Sie diese? Über Selbstbewusstsein. Und damit meine ich nicht: „Wow, was bin ich toll!“ Ich meine damit, dass Sie anfangen, sich selbst bewusst wahrzunehmen. Wie atmen Sie normalerweise? Wie stehen Sie? Wie klingt Ihre Stimme, wenn Sie mit Freunden reden? Wie setzen Sie Ihre Körpersprache privat ein, wenn Sie sich bei einer Diskussion durchsetzen?

Wieso ist mir dies so wichtig? Weil Sie dadurch überzeugend wirken, sich da­durch selbstsicherer fühlen und weil Sie stimmig klingen. Gehen wir dies Schritt für Schritt durch. An bestimmten Gesten oder einer kon­kreten Mimik können Sie keine eindeutigen Lügen erkennen. Vielmehr daran, wenn jemand ein ungewohntes Verhalten an den Tag legt. Wenn Sie normalerweise Ihre Arme verschränken und bei einer wichtigen Frage auf einmal die Arme wild gestikulieren, dann könnte dies ein erstes Indiz für eine Lüge sein. Wenn Sie eigentlich tief sprechen und auf einmal in einen Piepton verfallen, wäre dies schon das zweite Signal. Wenn Sie normalerweise ent­spannt mit einem angewinkelten Bein stehen und sich auf einmal fest auf beide Beine stellen, haben wir wieder einen Grund zum Hinterfragen gegeben.

“Und wenn die Gedanken schwarz sind, wird ein Lächeln nicht echt wirken”

Es ist also wichtig, dass Sie sich selbst bewusst wahrnehmen, damit Sie dieses Verhalten in schwierigen Situationen repro­duzieren können. Doch wie wollen Sie das machen, wenn Sie keinen blassen Schimmer haben, wie Sie normalerweise gerne stehen, welche Mimik Sie nutzen und wie Ihre Stimme klingt? Dies passiert auch häufig den männ­lichen Kollegen, die etwas unsicher sind. Damit sie die Karriereleiter etwas nach oben krabbeln können, gehen sie in einige Rhetorikseminare und lernen dort über­zeu­gen­des Auftreten. Dieses müs­sten sie sich aber generell überstülpen, damit es überzeugend ankommt. Sowohl privat als auch beruflich. Dies geschieht selten. Diese unsicheren männlichen Kollegen zaubern nur in wichtigen Situationen neuen Techniken aus dem Hut und stehen auf einmal komplett anders da. Mit neuer Körpersprache, neuer Betonung, ande­rem Stimmklang und Poker-Face.

Und damit tappen sie in die oben beschriebene Falle: Es sind Indizien für eine Lüge. Wie glaubwürdig wirken Sie wohl, wenn Sie auf einmal zu einem völlig anderen Menschen mutieren, selbst wenn diese neue Variante überzeugender wirkt? Wenn Sie in der Kantine, beim Plausch mit Kollegen und beim Smalltalk mit dem Chef anders geredet haben, dann stellen Sie sich selbst ein Bein. Sie wirken damit also NICHT überzeugender, weil sich jeder fragt, warum Sie dies wohl machen. Abgesehen davon möchten Sie sich bei schwierigen Kunden- oder Konfliktgesprächen doch auf Ihre Inhalte konzentrieren und nicht auf den neu erlernten Stimmsitz, Stand, Mimik, et cetera. Dies verunsichert viele, was dazu führt, dass sie von Rhetoriktipps nichts mehr hören möchten. Das wäre schade. Wenn Sie also anfangen, sich selbst bewusst wahrzunehmen und Ihren Lieblingsstand in die Verhandlung mitnehmen und Ihren Lieblingsstimmsitz und Ihre Lieblingsatmung, dann gibt Ihnen dies ganz viel Sicherheit und Sie können sich auf die Inhalte konzentrieren. Und dadurch können Sie selbstsicherer auftreten.

Sich selbst bewusst wahrnehmen

Wenn jemand eine offiziell überzeugende Körpersprache anwendet – mit offenen Händen, direktem Blickkontakt und einem charmanten Lächeln, aber gleich­zeitig denkt „Was für eine nervige Gesprächspartnerin“, dann werden Sie dies merken. Vor allem wir Frauen spüren instinktiv, ob sich etwas richtig oder falsch anfühlt. Das sagt uns das berühmt-berüchtigte Bauchgefühl, welches von der Herrenwelt gerne belächelt wird. Dabei wird der Büchermarkt gerade überrollt mit Büchern zum Thema Instinkt, das Unbewusste. Die Männer haben auf einmal etwas entdeckt, das wir schon eine Weile praktiziert haben. Natürlich kann dies auch jeder Mann lernen, wenn er es denn wollen würde.

Ich erkläre Ihnen kurz, wie es sich im Körper abspielt und warum das Unbewusste so viel Macht hat: Erst haben Sie einen Gedanken (bewusst oder unbewusst) oder eine Emotion. Es spielt keine Rolle, womit es anfängt, auf alle Fälle mit einem von beiden. Danach kommt das bewusste Gefühl. Dies wirkt sich auf die Mimik aus, danach auf die Körpersprache und schließlich auf die Stimme und sogar auf die Wortwahl. Die Gedanken und Emotionen geben dem restlichen Körper eine Färbung. Und wenn die Gedanken schwarz sind, wird ein Lächeln nicht echt wirken, die Körpersprache gestelzt und der Blickkontakt übergriffig.

Und sobald wir nicht stimmig wirken, geht die Überzeugungskraft in Urlaub. Wenn Sie also überzeugend auftreten möchten, dann fokussieren Sie Ihre Ge­danken genau dorthin, wie Ihr rest­licher Körper und die Stimme wirken soll. Und damit Sie dafür Zeit haben, ist es im Vorfeld entscheidend, dass Sie sich selbst kennenlernen. Bleiben Sie bei Ihrer persönlichen Körpersprache und arbeiten Sie hauptsächlich mit den Ge­danken. Den­ken Sie also nicht: „Was für ein Idiot“, sondern neugierig „Wie kommt er auf diese Meinung? Spannend!“. Denken Sie nicht: „Ich habe so eine Angst vor der Präsentation“, sondern: „Die werden von mir begeistert sein.“


Isabel García ist Rednerin. Mit ihrem Motto „Gut reden kann jeder“ zeigt sie jedermann, wie er sofort besser wirken kann. Sie wirft den Ballast vieler Rhetorikregeln über Bord, ermutigt, den eigenen Weg zu finden und sorgt so für charmante Meetings, aufregende Präsentationen und kurzweilige Vorträge in deutschen Firmen.

 


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