Neulich bei Lidl …

Vor Ort recherchiert – Erfahrungsberichte Lidl

Über 225.000 Mitarbeiter, 150 Logistikzentren und rund 69 Milliarden Euro Umsatz: Lidl ist Teil der Schwarz-Gruppe und einer der größten global agierenden Lebensmittel-Discounter. Durch das stetige Wachstum des Unternehmens wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs. high potential war in der Unternehmenszentrale von Lidl in Neckarsulm und zeigt, warum für Absolventen der Zeitpunkt bei Lidl einzusteigen jetzt besser denn je ist.

Lidl expandiert: Der rasante Aufstieg von der Lebensmittel-Sortimentsgroßhandlung der 30er Jahre zum international handelnden Großkonzern, zu dem Lidl und Kaufland gehören, begann in den 70er Jahren. Heute ist Lidl in Deutschland mit rund 3.200 Filialen präsent – fast jeder war bereits in einer der Filialen. Und Lidl plant weiter Großes: Mit einem erst kürzlich gegründeten neuen IT-Hub in Berlin nimmt Lidl nun im Bereich digitaler Transformation richtig Fahrt auf.

Beim Besuch in der Unternehmenszentrale in Neckarsulm hat high potential-Chefredakteur Nicolai Haase mit drei Mitarbeitern aus dem Lidl-Kosmos gesprochen: Verkaufsleiterin Stephanie Adolph, Alexander Wilczek aus dem Einkauf und Maik Neumann, Product Owner bei Lidl Digital, der E-Commerce-Sparte von Lidl. In persönlichen Gesprächen erzählen sie von Verantwortung, Kreativität, ihren großen Chancen bei Lidl – und räumen nebenbei mit einigen hartnäckigen Vorurteilen gegenüber dem Global Player auf.


Wir möchten es ganz genau wissen: Was macht eigentlich eine Verkaufsleiterin bei Lidl?

Wenn man Stephanie Adolph (32) trifft, fällt einem sofort auf, mit welcher Begeisterung sie davon spricht, ein Team anzuleiten, und welchen Spaß sie daran hat, Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihr gesamtes Potential auszuschöpfen. „Verantwortung, Vertrauen, Lernen und Wachsen – das alles begegnet mir bei Lidl jeden Tag aufs Neue“ – damit bringt sie auf den Punkt, was ihren Arbeitgeber für sie so wertvoll macht.

Dabei hatte Stephanie Adolph nach ihrem Abschluss als Diplom-Betriebs­wirtin den Lebensmittel-Einzelhandel zu-nächst  überhaupt nicht als reizvolle Branche auf dem Radar. Trotzdem führte sie auf einer Karrieremesse persönliche Gespräche mit Lidl-Mitarbeitern, die am Ende den für sie überraschenden Ent-schluss brachten: „Ich will zu Lidl!“ Ihre Neugierde war geweckt worden, weil sie die „einmaligen Entwicklungsmöglich-keiten in Verbindung mit der frühen Übernahme von Verantwortung“ überzeugten.

Und was macht Stephanie Adolph heute als Verkaufsleiterin bei Lidl? 30 Prozent ihrer Zeit fallen auf die Steuerung von Umsatzzahlen, Personalkosten und andere interne Kennzahlen; auch an der strategischen Ausrichtung ihres Bezirks feilt sie regelmäßig. Die Kernfragen sind dabei: Wohin soll sich mein Bezirk ent-wickeln? Welche Strategien eignen sich dafür und wie setzen wir den Plan am besten um? Der Löwenanteil ihrer Aufgaben fällt mit 70 Prozent allerdings auf Personalarbeit.

­­­Dazu pflegt Stephanie Adolph den persönlichen Kontakt zu ihren Mitarbeitern. Im Gespräch achtet sie auf Talente, Fähigkeiten und Ambitionen, aber auch auf persönliche Neuigkeiten und Anliegen ihrer Mitarbeiter, um sie in ihrer individuellen Leistung unterstützen und weiter fördern zu können. Schnöde, einzelgängerische Büroarbeit? Fehlanzeige! „Ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Kollegen ist mir wichtig. Zu ihrer Förderung, aber auch allgemein zur Wertschätzung und für ein aufrichtiges Miteinander.“ Stephanie Adolph hat beispielsweise eine Filialleiterin im Team, die bei Lidl als Aushilfe angefangen hat. Kurze Zeit später ist sie Verkäuferin geworden, heute leitet sie eine eigene Filiale.

Daraus besteht für Stephanie Adolph die Essenz der Lidl-Unternehmenskultur: „Kom­munikation auf Augenhöhe – sich gemeinsam mit Mut und Bereitschaft, aktiv ausprobieren und an Fehlern wachsen, die auf neuen Wegen unvermeidlich geschehen.“ Diese Haltung spiegelt sich auch im unternehmensweiten Duzen über alle Hierarchien und Ebenen hinweg. Und welche beruflichen Pläne wird Stephanie Adolph für sieich selbst als Nächstes angehen? Sie möchte bei Lidl Vertriebsleiterin werden – Menschen in­dividuell zu fördern, beruflich wie charak­terlich, ist ihr Steckenpferd.

Stephanie Adolph ist Verkaufsleiterin bei Lidl. Vor vier Jahren eingestiegen, betreut die studierte Betriebswirtin heute ihren eigenen Bezirk in der Regionalgesellschaft Speyer mit sieben Filialen und knapp 115 Mitarbeitern.


Und welche Aufgaben hat ein Einkäufer bei Lidl?

Lidl unterhält mehr als 10.000 Filialen in 28 Ländern auf der ganzen Welt. Und Alexander Wilczek ist für sie alle zuständig – als internationaler Einkaufsleiter im Bereich Käse verantwortet er viele hundert Artikel. Viel Verantwortung? Definitiv!

Er begann bei Lidl als Junior-Einkäufer (Junior Purchasing Manager) mit der Aufgabe, bestehende Lidl-Produkte so zu ver­­bessern, dass sie auf dem Markt ein­zig­artig sind. Dazu hat er im Bereich Joghurt und Desserts sämtliche Konkurrenzprodukte auf dem Markt mit den Angeboten von Lidl verglichen und darauf basierend die Qualitäten stetig hinsichtlich Inhaltsstoffe, Zuckerbestandteile und Geschmack optimiert. Mittlerweile macht Alexander Wilczek bei Lidl viel mehr als das: Er ist kreativer Erfinder, Qualitäts-Bewahrer und Lidl-Länderkoordinator. Kurzum, er ist neben Ein­käufer auch Produktmanager. Die Ergebnisse von Alexander Wilczeks Arbeit kann man in der Lidl-Kühltheke sehen. Dass „Skyr“, ein Milchprodukt mit isländischem Ursprung, heute in mehr als 20 Lidl-Ländern gelistet ist, war mitunter eine Idee des 30-Jährigen. Weitere Länder und Skyr-Konzepte sollen folgen.

Mut, neue Wege zu gehen, braucht man als Einkäufer bei Lidl also definitiv, sagt Alexander Wilczek. Neben Produktkreationen wie Skyr entwickeln seine Kollegen zusammen mit ihm auch verschiedene Mehrwert-Konzepte. Diese fördern zum Beispiel eine nachhaltige Landwirtschaft oder verbessern die Produktqualität – so auch beim OGT-Siegel: Produkte mit der grünen „Ohne Gentechnik“-Raute stammen ausschließlich von Tie-ren, die kein gentechnisch verändertes Futter bekommen. Diese Umstellung für viele Artikel innerhalb der Molkereiprodukte hat Alexander Wilczek zusammen mit seinen Kollegen verantwortet. Die „Gen Over“-Kampagne startete 2016 bei Lidl – heute folgt die Konkurrenz diesem Beispiel und entwickelt ähnliche Produkte.

Der Mut hinter Entscheidungen zu stehen wie auch das Streben nach Fairness und Wertschätzung gegenüber Lieferant­­­en und Produzenten – das gehört zu Alexander Wilczeks DNA als Einkäufer.

 

Alexander Wilczek (30) ist seit zirka drei Jahren Einkäufer bei Lidl. Er ist mittlerweile für den Bereich Käseprodukte zuständig. Nach seinem Handelsstudium an der DHBW Stuttgart ging er zunächst in den Einzelhandel zu Mediamarkt, bevor er seinen Weg zu Lidl fand.

 


Woran arbeitet ein Informatiker bei Lidl Digital?

Kreative Arbeitsräume, flexibles Sitzkonzept und modernes Equipment: Maik Neumann, Product Owner (Projektleiter in agilen Projekten) bei Lidl Digital, war anfangs erstaunt, wie bei seinem neuen Arbeitgeber gearbeitet wird. Heute gefallen ihm besonders die flache Hierarchie und die Duz-Kultur.

Derzeit arbeiten bei Lidl Digital 600 Mitarbeiter an den Standorten Neckarsulm und Berlin. Maik Neumann leitet ein kleines Team aus Frontend-Entwicklern und Designern – Start-up Charakter anstatt das Gefühl, in einem großen Un­ternehmen zu arbeiten. Aber was sind die täglichen Aufgaben eines Product Owners? Der 29-Jährige ist für alle Websites ohne E-Commerce-Anteil, also ohne Warenkorb, zuständig. Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern alle Länder mit Lidl-Filialen. Benötigt eine Lidl-Website ein neues Feature, bekommt Maik Neumann diese Aufgabe. Im nächs­ten Schritt sichtet er die Anforderung und überlegt, was dafür erforderlich ist. Für die konkrete Umsetzung entwirft Maik Neumann dann ein Konzept und das Ganze geht direkt in die Abstimmung mit Designern und Entwicklern. Zu­­dem plant er Entwicklungszyklen und begleitet das Projekt von der ersten Idee bis zur Fertigstellung.

Jedes Land hat in der Kommunikation individuelle Bedürfnisse für eine Website. Dazu ein kurzes Beispiel: Lidl Irland sponsort den irischen Nationalsport Gaelic Football – eine harte und schnelle Kombination aus Rugby und Fußball.  Die Aufgabe von Maik Neumanns Team war es, für die Lidl-Website von Irland eine Seite zu entwickeln, auf der Lidl sein­en Einsatz als Sponsor dokumentieren kann. Auf der Website werden zum Beispiel Spielerinnen verschiedener Frauen­mannschaften in Videos vorgestellt und es wird generell erklärt, warum dieser Sport den Iren wichtig ist.

Da auch andere Länder, in denen es Lidl-Filialen gibt, ihre Webpräsenz eigenständig gestalten wollten, entschieden sich Maik Neumann und sein Entwicklungsteam, ein Baukasten-System zu programmieren, aus dem sich die einzelnen Länder ihre jeweils eigenen Internetsei­­-ten zusammenstellen können. Derartige Prozesse erfordern eine gute Teamarbeit. „Ich habe zwar die Zeit und die Ressourcen im Auge, aber es ist mehr ein Miteinander, als dass ich be-stimme.“ Flache Hierarchien, Duz-Kultur und der Start-up Charakter sorgen für eine produktive Atmosphäre und viel Spaß bei der Arbeit. Auf der Suche nach Lösungen kommt Maik Neumann sein er-lerntes Wissen aus dem Studium zugute. Studiert hat er Multi-Media-Marketing – eine Mischung aus Informatik, Marketing, BWL und Kommunikation. Für seine Position als Product Owner hat er das perfekte Studium absolviert – auch wenn es ihm damals noch nicht bewusst war.

 

Als Maik Neumann (29) im Dezember bei Lidl Digital eingestiegen ist, war er gespannt, welche Aufgaben ihn erwarten. Fazit: Er ist begeistert. „Lidl Digital bietet mir spannende Projekte und lässt mich den Online-Handel mitgestalten.“

 

 

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