Berufseinstieg bei PwC

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Big Data in der Beratungsbranche – Anton Bißbort wertet komplexe Daten aus und entwickelt eine Anwendersoftware für einen Automobilkonzern.

Am Anfang stand die Exceltabelle

Im letzten Jahr hat Anton Bißbort (26) seinen Masterabschluss in Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes abgeschlossen. Bereits ein Jahr zuvor arbeitete er als Praktikant und Werkstudent in der IT-Beratung von PwC in Düsseldorf. Letztes Jahr ist er direkt als Consultant bei dem Beratungsunternehmen eingestiegen – ein Erfahrungsbericht über die klassische Beraterwoche und die Freude über visuelle Darstellungen.

Ich habe PwC im April 2014 über ein Praktikum und eine anschließende Werkstudententätigkeit kennengelernt. Über die klassische Jobportalsuche im Internet bin ich auf die Ausschreibung von PwC gestoßen.

Als Werkstudent im Bereich Solution Engineering (Business Intelligence & Data Analytics) arbeitete ich sofort an einem großen internationalen Projekt für einen Automobilkonzern mit. Was Business Intelligence eigentlich ist? Es geht dabei um die Erstellung von Anwendungen zur Datensammlung und -analyse. Das klingt erst einmal sehr technisch – ist es auch, aber was die Arbeit in meinem Bereich so interessant macht: Die Daten werden im betriebswirtschaftlichen Kontext mit einem klaren Fokus auf die Wert­­schöpfung für das Unternehmen analysiert. Business Intelligence ist also eine wunderbare Möglichkeit, technisches und wirtschaftliches Know-how mit­einander zu verbinden – und genau das wollte ich in meiner zukünftigen Position auch tun.

Im letzten Jahr bin ich schließlich als Berater bei PwC eingestiegen und konnte direkt an dem Projekt weitermachen, das ich bereits als Werkstudent begleitete – mit denselben Kollegen, mit denen ich von Anfang an sehr harmonisch zusammengearbeitet habe. Insgesamt besteht un­ser Team aus fünfzehn Mitarbeitern, die in verschiedenen Teilprojekten gemeinsam eine Liquiditäts- und Risikomanagementanwendung für einen Premium-Automobilkonzern entwickeln.

Worum geht es genau? Unser Kunde wünscht sich eine Anwendung, welche sämtliche Aktivitäten im Bereich des finanziellen Risikomanagements unterstützt. Konkret geht es um den Aufbau einer Liquiditätsplanungs- und Risiko-Reporting Applikation.

Besonders spannend ist hierbei der Planungsansatz. Basierend auf zahlreichen Unternehmensdaten, zum Beispiel Produktionszahlen, Verkaufspreise, Verschiffungspläne, Zahlverhalten, werden Ge­schäftsprozesse modelliert und die Entstehung von Zahlungsströmen abgeleitet. Im Endergebnis wird gezeigt, wie Liquidität über die gesamte Wertschöpfungskette entsteht und was die treibenden Faktoren sind. Die Berichterstattung auf der anderen Seite ermöglicht die Steuerung aller bestehenden Risiken, zum Beispiel Währungskursschwankungen.

Am Ende wollen wir dem Kunden mit unserem Tool ermöglichen, Daten einfach zu erheben, zusammenzuführen, auszuwerten und in Reports möglichst verständlich aufzuarbeiten. Dieses länder­übergreifende Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt und äußerst komplex, denn wir arbeiten mit sehr großen Datenmengen, die aus verschiedenen Ländern kommen. Es ist technisch anspruchsvoll, die Daten richtig zu mo­dellieren, die Anwendungen aufzubauen und alles performant zu halten. Gleichzeitig ist das Projekt auf Grund der unterschiedlichen Risikoarten und Steuerungskennzahlen auch auf der be­triebswirtschaftlichen Ebene herausfordernd.

Am Ende müssen sich die Massen an Daten zu einem Gesamtbild fügen

Letztlich müsst ihr euch das folgendermaßen vorstellen: Am Anfang eines Projekts hat man ein komplett fragmentiertes Bild. Wir erhalten Datensätze aus verschiedenen Ländern von unzähligen Toch­tergesellschaften aus unterschiedlichen Abteilungen, häufig jeweils auf der Basis von unstrukturierten Excel-Dateien, bei denen die Kun­den sagen: „So haben wir das bisher gemacht, schaut euch das mal an.“ Diese vielen unterschiedlichen Ausgangsdaten müssen sich am Ende zu einem Gesamtbild fügen – das kann ein Chart sein, in dem man beispielsweise sieht: „Im Juli gehen voraussichtlich die Cash-Bestände zurück. Klicken wir doch einmal darauf und schauen, woran das liegt.“ Diese visuelle Aufbereitung am Ende zu sehen und zu wissen, dass dieses Produkt kleinschrittig gemeinsam mit dem Team und den Kunden erarbeitet wurde, finde ich richtig cool.

Dazu sollte man wissen, dass einige IT-Beratungen die einzelnen Produktionsschritte in der Applikationsentwicklung outsourcen. Bei PwC sind wir aber ge­meinsam im Team für alle Konzeptionsphasen eines Projekts verantwortlich: Wir beginnen mit der fachlichen Planung, fahren mit der technischen Konzeption fort und setzen das Projekt schließlich um. Die Trennung zwischen diesen drei typischen Produktionsschritten finde ich nachteilig. Wenn Aufträge hochkomplex sind, funktioniert der Übergang zwischen den Schritten bei einer strikten Trennung nicht reibungslos. Zudem möchten wir die komplette Verantwortung für das End­produkt übernehmen und damit unserem Qualitätsanspruch gerecht werden. Wenn am Ende die Deadline überschritten wird oder das System keine zuverlässigen Daten liefert, können wir nicht einfach sagen: „Da war jetzt aber der andere Dienstleister so schlecht, wir haben es ja nur konzipiert.“

Übrigens: Kennt ihr das klassische fünf-vier-drei-Berater-Prinzip? Man arbeitet fünf Tage, vier davon beim Kunden und verbringt davon drei Übernachtungen – von Montag bis Donnerstag – vor Ort beim Kunden. Das ist auch bei mir so,  allerdings nicht das ganze Jahr über. In der Programmierphase muss ich nicht durchgängig beim Kunden vor Ort sein. Die klassische Beraterwoche lebe ich nur in der Planungs- und technischen Konzeptionsphase, denn in diesem Zeitraum ist ein intensiver Austausch mit dem Kunden unerlässlich.

Die Arbeit an allen Produktionsschritten erfordert natürlich heterogene Teams: Ich arbeite mit  BWLern, VWLern, Informatikern, Mathematikern und Wirtschaftsinformatikern zusammen. Diese unterschiedlichen Kompetenzen in ei­nem Team vereint zu haben, bereichert mich sehr. Zudem ist unser Team mit einer Altersspannen von 25 bis 35 sehr jung – die Hierarchien sind flach. Dadurch habe ich keine Hemmnisse, auch mal Kritik zu äußern oder Änderungsvorschläge anzubringen. Dies war ein ganz entscheidender Grund dafür, nach meinem Studium bei PwC zu bleiben. Entgegen dem Klischee eines typischen Beratungsunternehmens, bei dem es stets hochelitär zugeht, darf man auch Fehler machen. Wir leben bei PwC eine offene Feedbackkultur. Ich habe eine Mentorin, die Feedback zu meiner Arbeit gibt, aber auch Ansprechpartnerin für alle Sorgen oder Fragen  ist. Wie ist mein Auftreten beim Kunden? Wie gehe ich mit Stresssituationen um, wenn ich merke, dass es zum Beispiel mit den Deadlines knapp wird? Diese und viele andere Themen werden besprochen.

Rückblickend bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung, zu PwC gegangen zu sein. Meine Lernkurve ist sehr steil und ich muss mich immer wieder in neue fachliche Themen einarbeiten sowie stets mit verschiedenen Techno­logien auseinandersetzen. Genau das, was ich von meinem Traumjob erwarte.


PwC, Anton Bißbort, high potentialAnton Bißbort (26) ist Consultant bei PricewaterhouseCoopers in Frankfurt am Main. Er schloss seinen Master in Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saar­landes ab. Als Studentische Hilfskraft war er am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz tätig – als Praktikant und Werksstudent in der IT-Beratung bei PwC arbeitete er an Beratungsprojekten zur Erstellung von Business-Intelligence-Lösungen zum Vertragsmanagement sowie zur Liquiditätsplanung.

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