Erfolgreiches Affenmanagement: 5 Tipps wie Sie endlich wieder Zeit für das wirklich Wichtige bekommen

besseres Zeitmanagement

Wer möchte sich nicht besser organisieren im Studium oder im ersten Job, um seine Ziele zu erreichen? Wie bekommt man die anstehenden Aufgaben alle unter einen Hut, ohne unter Druck zu geraten und alles auf den letzten Drücker zu erledigen? Die Managementberaterin und Business Coach Claudia Hupprich verrät in diesem Artikel wie Sie endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Themen bekommen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Vermutlich kennen Sie das? Man kommt abends nach Hause nach einem langen Tag an der Uni oder im Job, ist müde und fragt sich, was man so den ganzen Tag gemacht hast. Dabei sah alles am Morgen doch noch so vielversprechend aus. Man hatte sich vorgenommen, heute die wirklich wichtigen Dinge zu erledigen. Aber am Abend kommt der Frust, denn die Liste der anstehenden Aufgaben ist eher länger als kürzer geworden. Die Studienarbeit ist zu schreiben, eine Vorlesung vorzubereiten, die nächsten Prüfungen stehen an und es müssen noch Bewerbungen rausgeschickt werden.

Wenn Sie diese Situation kennen, ist dieser Artikel genau der richtige für Sie. Denn hier verrate ich Ihnen woran es liegt, wenn Sie das Gefühl haben, mit den anstehenden Aufgaben nicht mehr hinterher zu kommen und wie Sie dies einfach und effektiv lösen können. Um es auf den Punkt zu bringen: Es liegt an den Affen und wie diese gemanaged werden. Wenn Sie sich nun fragen, „nanu, was haben Affen denn mit meinem Zeitmanagement zu tun?“, dann ist meine Antwort: „eine ganze Menge“.

Stellen Sie sich vor, dass jede Aufgabe, die Sie zu erledigen haben, egal worum es bei dieser inhaltlich geht, durch einen Affen symbolisiert wird. Manche dieser Affen sind possierlich, andere können ganz schön aggressiv sein und auch schon mal zubeißen. Manche sind groß wie Gorillas, andere klein wie Plumploris (das ist eine sehr kleine, niedliche Affenart mit sehr großen Augen).

Für die Pflege und Aufzucht dieser Affen (also Aufgaben) ist der jeweilige Besitzer verantwortlich, sprich Sie. Schauen Sie doch mal auf Ihrem Schreibtisch, in Ihrem Rucksack, Ihrem Terminplaner oder Ihrer To-do-Liste nach. Wie viele Affen gibt es da, die darauf warten, dass Sie sich um sie kümmern? Die Erfahrung zeigt, dass jeder von uns nur eine bestimmte Menge an Affen managen kann. Wenn es zu viele werden, verhungern diese ansonsten und sterben uns schlimmstenfalls unter den Händen weg.

Deshalb hier konkrete Tipps für Sie, wie Sie Ihre Affen zukünftig am besten managen können und dadurch mehr Zeit erhalten.

Tipp #1: Nehmen Sie nicht jeden Affen in Pflege
Ihre Zeit ist ein wertvolles Gut. Daher sollten Sie immer wieder klar entscheiden was Sie planen umzusetzen und was nicht. Seien Sie fokussiert, setzen Sie Prioritäten. Entscheiden Sie worauf Sie sich fokussieren, was Sie wirklich umsetzen wollen. Nehmen Sie nicht jeden Affen, der am Wegesrand wartet, in Pflege. Streichen Sie den Gedanken „hach, das müsste ich jetzt eigentlich auch noch machen“, sondern entscheiden Sie konkret, ob Sie den Affen aufnehmen möchten, ob das für Ihre Ziele wirklich sinnvoll ist und ob Sie Zeit für seine Pflege haben.

Seien Sie auch wachsam, wenn andere Menschen Ihnen einen Affen „andrehen“ möchten. Es gibt Mitmenschen, die wahre Meister darin sind, anderen Menschen die eigenen Affen unterzujubeln. Fragen Sie sich immer, ob Sie sich wirklich um das jeweilige Tierchen kümmern möchten oder ob es potentiell eher eine kümmerliche Zukunft auf Ihrem Schreibtisch hat.

Tipp #2: Die Frage der guten Fee
Werden Sie sich klar darüber, was Sie erreichen möchten. Was braucht es dazu? Definieren Sie klare Ziele und Meilensteine auf dem Weg zum Ziel. Fragen Sie sich: Woran würden Sie merken, dass Sie Ihr Ziel schon erreicht haben? Was hätten Sie getan, um dorthin zu kommen, was hätten Sie eher gelassen? Bei der gedanklichen Konkretisierung eines Ziels kann die sogenannte „Gute-Feen-Frage“ wahre Wunder wirken: Nehmen wir an, über Nacht wäre eine gute Fee vorbeigekommen und hätte mit ihrer Magie geschafft, Sie an Ihr Ziel zu katapultieren. Woran würden Sie das ganz konkret am nächsten Morgen nach dem Aufwachen merken? Was wäre anders? Wie würden Sie sich fühlen? Stellen Sie sich immer wieder vor, dass Sie Ihr Ziel bereits erreicht hätten, egal ob es die bestandene Prüfung, die erfolgreiche Bewerbung oder der aufgeräumte Schreibtisch ist. Das bringt jede Menge Motivation in den Alltag.

Tipp #3: Der richtige Plan für die Pflege der Affen
Arbeiten Sie (wenn Sie noch keine haben) mit einer To-do-Liste, die Ihr täglicher und wöchentlicher „roter Faden“ wird. So eine Liste, gut gepflegt egal auf Papier oder in einer App, hilft ungemein Struktur und Transparenz zu schaffen. Priorisieren und planen Sie die anstehenden Aufgaben realistisch, lassen Sie genügend Puffer in Ihrer Zeitplanung für Unvorhergesehenes. Überlegen Sie sich eine sinnvolle Zeit für die jeweiligen Aufgaben. Lernen Sie zum Beispiel lieber früh morgens oder sind Sie am kreativsten in den Abendstunden? Planen Sie die jeweiligen Zeitblöcke so, dass es für Sie passt.

Tipp #4 Aus Gorillas Plumploris machen
Es gibt Tage, da mag man gar nicht mit einer Aufgabe anfangen, weil sie einem riesengroß erscheint. Das kann sich dann anfühlen, als wenn man einen dicken Gorilla auf dem Schreibtisch sitzen hat. Leider verschwinden solche Gorillas nicht von selbst, sondern nur die eigentlich ja benötigte Motivation. Damit diese wieder steigt, gibt es einen einfachen Trick: Machen Sie aus dem großen Gorilla einfach mehrere kleine Äffchen, sprich unterteilen Sie die große Aufgabe in mehrere kleine Aufgaben. Notieren Sie diese kleineren Aufgaben auf Ihrer To-do-Liste und ordnen Sie jeder Aufgabe eine kleine Belohnung zu, die Sie sich gönnen, sobald Sie die Aufgabe erledigt haben. Diese Belohnung muss nichts Außergewöhnliches sein, aber so attraktiv, dass es Sie motiviert diese Aufgabe zu erledigen. So wird aus Ihrer Aufgabenliste quasi eine Belohnungsliste. Das motiviert ungemein.

Tipp #5: Loslegen statt Aufschieben
Wenn der Plan steht, dann geht es im nächsten Schritt darum, den richtigen Zeitpunkt zum Loslegen zu finden. Manche Menschen vertiefen sich so sehr in ihren Plan, dass sie das Loslegen vergessen. Starten Sie lieber mit einem Plan, der noch nicht ganz „rund“ ist, als diesen immer wieder zu perfektionieren und dann nicht loszulegen. Probieren Sie aus was für Sie passt und bleiben Sie dran. Schieben Sie Unerledigtes nicht vor sich her, sondern entscheiden Sie proaktiv, was Sie tun werden, was Sie bleiben lassen und halten Sie sich daran.

Sie werden sehen: Wenn Sie diese Tipps beherzigen, werden Sie schnell Ihre „Affenbande“ in den Griff bekommen und mehr Zeit für das Wesentliche in Ihrem Alltag erhalten. Und dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!


Über die Autorin

© SNAPSHOTZ by Petra Fischer

Claudia Hupprich ist Managementberaterin, Business Coach, Professional Speaker und Autorin. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt sie Menschen und Organisationen, die sich in Veränderungsprozessen befinden oder sich in solchen befinden möchten. In ihrem neuen Buch „Success Journey – Die Erfolgsreise zu Ihren Zielen“ finden sich jede Menge Praxistipps wie die Leser erfolgreich Ihre Ziele erreichen. Darüber hinaus können viele weitere Impulse in Claudia Hupprichs Podcast „Success Journey – Der Erfolgspodcast“ nachgehört werden.

www.claudia-hupprich.com

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