„Aufgaben und Kollegen, die Inspirieren”

Erfahrungsbericht: IT-Beratung bei KPMG

Professor Dietmar Fink hat Entscheider aus der Wirtschaft nach der Leistungsfähigkeit einzelner Wirtschaftsprüfungsgesellschaften befragt. KPMG erreichte dabei in seiner Studie Platz 1 in der Kategorie „IT-Beratung”. Dr. Rebecca Engelhardt arbeitet als Assistant Manager im KPMG-Kompetenzzentrum „Lighthouse Germany” und gewährt in ihrem Erfahrungsbericht spannende Einblicke in ihre Aufgaben.

Informationstechnologie hat eine un-heimliche Kraft und ist eine Keimzelle des Kreativen, die über die reine Technik hinausreicht. Mein Studium der Informatik ist insofern die richtige Grundlage für das gewesen, was ich heute als Beraterin bei KPMG mache – auch, wenn ich damals noch nicht geahnt habe, welche Bedeutung Daten einmal haben werden. Denn heute gibt es kaum noch Entscheidungen, die nicht auf Basis von Daten getroffen werden. In allen Branchen spielt die Datenanalyse in sehr vielen Bereichen eine entscheidende Rolle und hat eine wirklich zentrale Bedeutung.

Warum ist dies wichtig für mich? Weil man sich ja immer fragt, welchen Beitrag man mit der eigenen Arbeit eigentlich leistet und an welchen Stellen man etwas zum Positiven verändert. Und ich habe bei KPMG das Gefühl, genau dort eingesetzt zu werden, wo ich die beste Wirkung entfalten kann, um Dinge wirklich besser zu machen. Dies ist für mich und meine Erwartungen an meinen beruflichen Weg ein ganz entscheidender Punkt.

Ich arbeite in unserem Bereich „Lighthouse Germany” in einem sehr jungen, internationalen Team. Diese Einheit wurde von KPMG im Jahr 2016 als „Center of Excellence” gegründet, um die Kompetenzen in der Datenanalyse zu bündeln und Auftraggeber bei der Digitalisierung zu unterstützen. Die meisten unserer Kunden stehen vor der Herausforderung, das Potenzial erhobener Daten zu nutzen. Oft existieren sehr heterogene Reporting-Lösungen, die es schwierig machen, einen ganzheitlichen Blick für die Datenbasis zu entwickeln, der wiederum nötig ist, um kluge Entscheidungen zu treffen. Als IT-Berater begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg zu einer Data-Driven-Organisation, die gewappnet ist für die Implikationen der Industrie 4.0.

Bei KPMG verstehen wir uns bei unserer Arbeit als „GameChanger” und ich bin schon das eine oder andere Mal von Freunden gefragt worden, was denn damit genau gemeint sei. Ich glaube, eine der größten Stärken meines Arbeitgebers ist es, dass er uns, den Mitarbeitern, den Freiraum lässt, die Antwort darauf sehr individuell zu geben. GameChanger sehen den Wandel als Chance – das ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt. Denn in einer Welt, die immer komplexer und schneller wird, kann man den Wandel auch als Bedrohung sehen und ihn ablehnen. Es gibt so viele Herausforderungen zwischen Globalisierung, Digitalisierung und geopolitischen Veränderungen, dass ich dafür absolutes Verständnis habe. Aber ich glaube, dass wir gerade jetzt Optimismus brauchen, um die Zukunft zu meistern. Deswegen spricht mich der GameChanger-Gedanke meiner Firma auch so sehr an – weil er die positive Veränderung impliziert.

Wir haben ein sehr interdisziplinäres Team und Diversity gehört zu unserer DNA, aber bei aller Unterschiedlichkeit eint uns diese grundsätzlich optimistische Herangehensweise an Herausforderungen und Aufgaben.

Ich glaube auch, dass diese Einstellung nötig ist, um für Kunden echte Wertschöpfung zu erreichen. Dadurch, dass sich KPMG in Deutschland zwar seit über 100 Jahren mit Daten beschäftigt, die Möglichkeiten der Digitalisierung in den letzten Jahren aber exponentiell gewachsen sind, arbeiten wir fast zwangsläufig an Lösungen mit sehr hohem Innovationsgrad.Aktuell betreue ich etwa „SOFY”, die globale Analytics as a Service-Plattform von KPMG, auf der wir Analytics für die verschiedensten Anwendungsfälle implementieren. Dabei habe ich teilweise einen sehr intensiven Draht zu den Kunden, die bei der Entwicklung einbezogen werden müssen. Dieser Kontakt ist für mich wichtig, um zu verstehen, was unsere Auftraggeber wirklich bewegt.

Nach meiner Promotion habe ich zwei Jahre in der Softwareentwicklung gearbeitet und dort gemerkt, dass das reine Engineering mir nicht reicht. Ich habe immer wieder festgestellt, dass man ohne Kundenkontakt wie ein Einsiedler Software entwickelt und abgeschottet von der Außenwelt in der Gefahr ist, an den wahren Problemen quasi „vorbei zu coden”.

Normalerweise arbeiten wir zu zwei Dritteln unserer Zeit an Kundenprojekten und zu einem Drittel an Innovationen. Das ist allerdings je nach Bereich und Position unterschiedlich und natürlich gibt es auch Projekte, die beides miteinander verbinden. Da unsere Kunden überwiegend aus dem Inland kommen, reise ich meistens innerhalb von Deutschland. In der Vergangenheit gab es allerdings auch Projekte in Israel oder Frankreich; solche Aufträge und Reisen sind schon besonders interessant.

Wie oft ich unterwegs bin, ist auch immer davon abhängig, woran ich gerade arbeite. Aktuell gilt es, unsere bereits vorgestellte Cloud-Plattform SOFY weiterzuentwickeln und dadurch reise ich etwas weniger. Im Durchschnitt bin ich etwa ein bis zwei Tage in der Woche unterwegs.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zum Zeitpunkt meines Einstiegs bei KPMG im Mai 2016 keine Vorstellung davon hatte, wie mein zukünftiger Arbeitsalltag aussehen würde. „Als Informatikerin bei einem Wirtschaftsprüfer” hört sich zunächst ­einmal für Außenstehende auch wenig prickelnd an. Umso glücklicher bin ich heute mit meiner Entscheidung: Die Vielfalt an Menschen, Aufgaben und Themen, über die ich bereits ein wenig berichtet habe, sowie die spezifische Unternehmenskultur machen für mich den Unterschied aus.Die Unternehmenskultur ist dabei für mich persönlich sehr stark über die Be-schäftigung mit den interessantesten Zukunftsthemen unserer Zeit geprägt.

Wenn man sich mit Themen wie Advanced Analytics, Cloud Computing oder Cybercrime beschäftigt, braucht man dafür offene, neugierige und lösungsorientierte Menschen. Diese prägen mit ihrem Charakter natürlich auch die Unternehmenskultur. Und dadurch würde ich diese als extrem inspirierend beschreiben. Die Zusammensetzung und Charaktere der Kollegen sind für mich ein entscheidendes Kriterium für eine positive Unternehmenskultur. Ebenfalls ist mir wichtig, dass ich mich neben den praktischen Anforderungen des Berufsalltags auch gezielt weiterbilden kann. KPMG stellt dazu für jeden Mitarbeiter sogenannte Trainingsbudgets bereit. Das sind Tage, die man zur Verfügung gestellt bekommt, um sich weiter­zuentwickeln. Das Portfolio an Trainings reicht dabei von fachlichen Trainings bis hin zu Soft-Skill-Kursen.

„Wir sind eine galaktische Gemeinschaft von Lebewesen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie ge­sell­schaftlicher Stellung, offen für alle mit neuen Ideen”, schrieb der Chaos Com­puter Club 2005 in seiner „Unverein­bar­keitserklärung”, mit dem er „Farbe gegen Rechts” bekannte und aus­­führte „der schöpferisch-kritische Umgang mit Computern ist kein Thema für wenige Spezialisten mehr, ohne Bezug zur Lebenswirklichkeit der meisten Menschen”. Ich glaube, dass diese Aussage noch immer eine Art zeitlose Gültigkeit besitzt und von den­­jenigen, die heute an der Digitalisierung arbeiten, verinnerlicht werden kann. Ich bin davon überzeugt, dass die Welt dank Technologie besser werden kann. An den Schnittstellen der digitalen Transformation arbeiten zu dürfen, bedeutet deshalb tatsächlich, sich aktiv für modernere Strukturen einzusetzen und Zukunft mitzugestalten. Dies ist ein Job, in dem einen nie langweilig wird!

In solchen Erfahrungsberichten wird immer gerne darauf eingegangen, was Bewerber „mitbringen” sollten. Auch wenn ich mir jetzt Ärger von unseren Recruitern einhandle, behaupte ich: Es kommt gar nicht so sehr auf den fachlichen Hintergrund an. Man muss die Neugierde und den Spaß an Herausforderungen in sich spüren und bereit sein, mit der früh übertragenen Verantwortung umzugehen. Diese Einstellung ist in meinen Augen das wichtigste.

Für mich persönlich fände ich es auch tatsächlich sehr schön, wenn gerade Informatiker noch mehr sehen würden, welche spannenden Perspektiven KPMG zu bieten hat!

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