
Dynamik statt Routine: Was Regulatory Advisory bei KPMG so spannend macht
Regulatorik klingt nach Regeln, Paragrafen und Pflichten, ist aber auch ein Hebel für Unternehmen, nachhaltiger und verantwortungsvoller zu wirtschaften. Rebecca liebt Struktur – aber keine Routine. In der Regulatorik hat sie ihre berufliche Heimat gefunden, weil sie hier ihr Organisationstalent mit ihrem Interesse an Nachhaltigkeit verbinden kann. Und genau das ist es, was sie an ihrem Job so reizt: Verantwortung übernehmen und Wandel mitgestalten. Welche Karriereperspektiven der Bereich bietet – und welche Skills man wirklich braucht – darüber haben wir mit Rebecca, Managerin im Bereich Regulatory Advisory bei KPMG, gesprochen.
Rebecca, bevor wir über deinen Karriereweg sprechen – erzähl uns etwas über Dich als Person. Was hat Dich schon früh für Betriebswirtschaft und später an Compliance-Themen begeistert?
Schon während meiner Schulzeit habe ich ein Praktikum in einer Bank gemacht. Das war mein erster echter Einblick in die Finanzwelt. Zum ersten Mal konnte ich erleben, wie wirtschaftliche Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens getroffen werden. Das fand ich unglaublich spannend. Dieses Praktikum hat mein Interesse an Betriebswirtschaft geweckt und mich motiviert, diesen Weg weiterzugehen.
Im Studium und in den ersten Berufsjahren habe ich mich intensiv mit der Finanzbranche beschäftigt. Besonders faszinierend fand ich, wie stark reguliert dieser Bereich ist. Wie gehen Unternehmen mit all diesen Anforderungen um? Dabei habe ich erkannt: Eine gute Compliance-Strategie schafft nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern ist auch entscheidend für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Du arbeitest heute als Managerin in Regulatory Advisory bei KPMG mit Fokus auf Sustainability Reporting & Governance – könntest Du uns Deinen Arbeitsalltag beschreiben?

Mein Tag beginnt mit einem Blick auf meine To-Do-Liste und die anstehenden Termine. Ich strukturiere meinen Tag, indem ich die Aufgaben priorisiere: Welche müssen unbedingt heute erledigt werden, welche können warten, und welche Termine erfordern besondere Vorbereitung? Diese Planung hilft mir, den Überblick zu behalten und fokussiert zu bleiben. Ein großer Teil meiner Arbeit findet im Austausch mit den Kund:innen statt. In Meetings präsentieren wir Projektergebnisse, diskutieren nächste Schritte und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Zwischen den Kundenterminen ist die Zusammenarbeit im Team essenziell. Wir stimmen uns ab, um die Vor- und Nachbereitung der Meetings zu optimieren und die nächsten Meilensteine zu planen. Gerade diese enge Zusammenarbeit im Team sorgt dafür, dass Projekte reibungslos laufen und Spaß machen.
Du bist von der Wirtschaftsprüfung im Finanzbereich über CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) – Fokus zu Regulatory Advisory gewechselt – was war der entscheidende Impuls für diesen Wechsel und wie unterscheiden sich die Bereiche?
In den ersten Jahren meiner Karriere war ich ausschließlich in der Jahres- und Konzernabschlussprüfung tätig. Das war eine super Basis, um zu verstehen, wie Unternehmen aufgebaut sind und funktionieren. Mit der Zeit wollte ich aber mehr bewegen: nicht nur prüfen, sondern aktiv Veränderungen anstoßen. Mich hat die Idee gereizt, regulatorische Anforderungen nicht nur zu bewerten, sondern sie in die Praxis zu bringen. Das war mein Impuls, in die Beratung zu wechseln, insbesondere in den Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung. CSRD steht für Corporate Sustainability Reporting Directive – also die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie verpflichtet große Unternehmen dazu, transparenter darüber zu berichten, wie nachhaltig sie wirtschaften – also z. B. wie sie mit Themen wie Umwelt, sozialer Verantwortung und guter Unternehmensführung (ESG) umgehen.
Der Wechsel von der Prüfung zur Beratung brachte eine steile Lernkurve mit sich. In der Beratung geht es darum, gemeinsam mit den Kund:innen strategische und individuelle Lösungen zu entwickeln und Projekte voranzutreiben.
Dieser Perspektivwechsel war genau das Richtige – ich wollte nicht mehr nur bestätigen, dass etwas funktioniert, sondern mitgestalten, dass es funktioniert.
Dein Arbeitgeber ermöglicht Dir diese internen Wechsel und Entwicklungsmöglichkeiten – welche Rolle spielte diese Flexibilität bei Deiner Entscheidung, bei KPMG zu bleiben?
Eine sehr große! Ich konnte mich intern immer wieder verändern, neue Themen ausprobieren und meinen Weg selbst gestalten. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum ich KPMG so schätze. Man bekommt die Freiheit, sich in verschiedene Richtungen zu entwickeln, ohne das Unternehmen wechseln zu müssen. KPMG ermöglicht interne Wechsel oder auch kurzzeitige Rotationen in andere Bereiche und bietet eine große Vielfalt an spannenden Bereichen, die innovative Themen vorantreiben. Durch meine Wechsel habe ich außerdem mein Netzwerk enorm erweitert. Jedes neue Projekt bedeutet neue Perspektiven, Kolleg:innen und Ideen – das bereichert meine Arbeit bis heute.
Du kennst KPMG jetzt aus verschiedenen Bereichen – welche Arbeitskultur und welchen Spirit erlebst Du dort, besonders in Deinem jetzigen Team?
Bei KPMG habe ich in den verschiedenen Bereichen einen starken Teamspirit und eine ehrliche Kultur der Zusammenarbeit erlebt. Im Team unterstützen wir uns gegenseitig, auch in stressigen Zeiten, und legen großen Wert auf eine offene Kommunikation. Auch der Wechsel in den neuen Bereich verlief komplett reibungslos. Zu Beginn erhielt ich umfassende Schulungen, die mir halfen, die Grundlagen und Best Practices zu verstehen. Meine neuen Kolleg:innen standen mir jederzeit zur Seite, um Fragen zu beantworten und praktische Einblicke zu geben. Das hat mir den Einstieg enorm erleichtert und gezeigt, wie stark der Zusammenhalt bei KPMG wirklich ist.
Du arbeitest mit den aktuellen Hot Topics wie CSRD, regulatorischen EU-Änderungen und auch mit internen Kontrollsystemen. Welche fachlichen und persönlichen Skills braucht man für diese dynamischen Nachhaltigkeits- und Governance-Themen?
Man sollte neugierig und offen für Veränderungen sein. Regulatorik ist ein dynamisches Feld – Gesetze und Anforderungen ändern sich ständig. Wer bereit ist, sich regelmäßig einzuarbeiten und dazuzulernen, hat hier beste Chancen. Analytisches Denken und Kommunikationsstärke sind entscheidend: Es geht darum, komplexe Informationen verständlich zu machen und Unternehmen durch diesen Wandel zu begleiten.
Und natürlich hilft es, flexibel zu bleiben – denn kein Tag ist wie der andere. Diese Fähigkeiten sind auch entscheidend, wenn es um Themen wie interne Kontrollsysteme (IKS) geht – also darum, Strukturen aufzubauen, mit denen Unternehmen Nachhaltigkeit und Compliance in ihren Prozessen wirklich verankern.
Erzähl uns konkret: Wie läuft ein IKS-Projekt ab und bei welchem Risk-Compliance-Projekt hattest Du einen echten Erfolgsmoment oder bist über Dich hinausgewachsen?
Ein IKS-Projekt beginnt immer mit der sorgfältigen Planung und Analyse: Welche Prozesse gibt es im Unternehmen, welche Risiken müssen berücksichtigt werden? Anschließend erfolgt die Risikobewertung hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen durch Workshops und Interviews. Danach werden Kontrollen entwickelt, implementiert und getestet, um sicherzustellen, dass alles wie geplant funktioniert. Abschließend werden Berichte über die Ergebnisse und Empfehlungen erstellt, und ein kontinuierliches Monitoring der Kontrollen etabliert.
Besonders spannend an IKS-Projekten finde ich, wie stark die Nachhaltigkeitsberichterstattung inzwischen integriert ist. Generell gewinnt das Thema ESG (Environmental, Social, and Governance) zunehmend an Bedeutung und wird immer stärker in die Governance-Systeme der Unternehmen integriert. Wenn Unternehmen erkennen, dass ESG nicht nur eine Pflicht, sondern ein echter Mehrwert ist, spürt man die Wirkung unserer Arbeit unmittelbar. Wir begleiten Unternehmen dabei, diese Themen strukturell zu verankern. Zu sehen, wie daraus echte Veränderung entsteht, ist für mich jedes Mal ein Erfolgsmoment.
Für High Potentials, die auch in Regulatory Advisory einsteigen wollen: Wie sehen die Karriereperspektiven aus und welche Vorteile bietet ein Einstieg bei KPMG in diesem Bereich?
Hier gibt es unglaublich viele Chancen, sich in verschiedenen Bereichen zu spezialisieren und persönlich zu wachsen. Die Projekte sind abwechslungsreich, das Lernen hört nie auf. Und man arbeitet an Themen, die Unternehmen strategisch wirklich voranbringen. Dabei zählt Teamarbeit enorm: Der Austausch mit erfahrenen Kolleg:innen hilft, fachlich sicher zu werden und selbst Verantwortung zu übernehmen. Wer Lust hat, mitzugestalten und nicht nur zu beobachten, ist hier genau richtig
Stell dir vor, Du triffst eine ehemalige Kommilitonin beim Afterwork-Drink und sie fragt „Rebecca, Regulatory Advisory klingt ja sehr trocken“ – was erzählst Du ihr, um sie vom Gegenteil zu überzeugen?
(lacht) Das höre ich tatsächlich öfter – aber das Gegenteil ist der Fall! Kein Tag ist wie der andere. Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, offen zu bleiben und neue Themen einfach auszuprobieren. Oft ist die Realität spannender, als man denkt. Compliance bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen – und genau das macht die Arbeit so spannend.