„Bei uns steht die individuelle und fachliche Entwicklung im Fokus“

Jede eingetragene Genossenschaft in Deutschland ist gesetzlich dazu verpflichtet, einem Prüfungsverband anzugehören und sich von diesem prüfen zu lassen. Einer dieser Prüfungsverbände ist der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen. Wie es ist, als angehende Wirtschaftsprüferin für einen Prüfungsverband zu arbeiten, der eher ein unbekannter Arbeitgeber für viele Einsteiger ist, erzählt uns Katrin Schäfer (Bild).

Katrin, nach deiner Banklehre und einem Bachelorstudium befindest du dich jetzt in einem berufsbegleitenden Masterstudium – langfristig möchtest du Wirtschaftsprüferin werden. Was muss man für eine solche Karriere mitbringen?
Wichtig ist es vor allem, dass man den Job gerne macht und den Willen mitbringt, sich stetig weiterzuentwickeln. Mit dem Einstieg beim Genossenschaftsverband ist mir schnell klar geworden, dass die Prüfung und Betreuung von Mandanten für mich eine spannende und facettenreiche Aufgabe ist, die ich weiter intensivieren möchte. Deswegen möchte ich Wirtschaftsprüferin werden – und das motiviert mich in meinem täglichen Handeln. Eine Sache darf dabei natürlich auch nicht fehlen: Um diesen Weg zu schaffen, benötigt man die Unterstützung aus dem privaten und beruflichen Umfeld. Mein damaliger Chef hat mich motiviert, diesen Schritt zu gehen und die Weichen auch für die Unterstützung durch den Genossenschaftsverband gestellt. Dafür bin ich heute sehr dankbar.

Was macht den Reiz für dich aus, für den Genossenschaftsverband zu arbeiten?
Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn immer für Unternehmen mit einem regionalen Geschäftsmodell gearbeitet. Das war für mich auch der Anreiz, beim Genossenschaftsverband anzufangen. Mir gefiel von Anfang an die Zusammenarbeit in den Prüfungsteams, in denen ich unmittelbar Verantwortung in vielen Bereichen der Prüfung übernehmen durfte. Aber auch der Austausch mit den Mandanten, den ich immer als sehr wertschätzend und als Austausch auf Augenhöhe wahrgenommen habe, war für mich außerordentlich spannend. Ich schätze sehr an dem Verband, dass die individuelle und fachliche Entwicklung im Fokus steht und gelebt wird. Der Verband bietet schon beim Einstieg als Prüfungsassistent:in mit dem Verbandsprüferlehrgang eine gute Weiterentwicklungsmöglichkeit an.

Was ist das Besondere daran, für Genossenschaften zu arbeiten?
Sie besitzen durch ihre regionale Ausrichtung und den Umstand, dass sie ihren Mitgliedern gehören, ein besonderes, aber wie ich finde, zukunftsfähiges und gerade in Zeiten von Deglobalisierung modernes Geschäftsmodell. Dieses ist heute aktueller denn je! Zudem haben Vertrauen, Tradition und Verantwortung einen großen Stellenwert. Das spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit den von uns zu prüfenden Genossenschaftsbanken wider. Durch die Regionalität gibt es von kleinen bis hin zu großen Genossenschaften alle Ausprägungen mit unterschiedlichen Anforderungen und Herausforderungen – in diesem Umfeld Mandanten zu betreuen ist hochspannend, da man sich immer wieder auf die neuen Gegebenheiten einstellen muss.

Prägt der genossenschaftliche Gedanke auch die Unternehmenskultur?
Definitiv! Die vorher genannten Werte sind die Basis unserer Arbeit in unserer Verbandsfamilie. Dies zeigt sich darin, dass man von Anfang an ein wertgeschätztes Teammitglied ist und Verantwortung übernehmen darf – man genießt unmittelbar einen Vertrauensvorschuss, was ein Beleg für eine gute Unternehmenskultur ist. Trotz der Tradition beschäftigt sich auch der Genossenschaftsverband mit den zukünftigen Zusammenarbeitsmodellen wie beispielsweise „New Work”. Durch unsere digitalen Möglichkeiten müssen wir nicht mehr jeden Tag reisen. Wir können zum Mandanten fahren, wenn es erforderlich ist, aber auch mobil von zuhause aus arbeiten. Das macht für mich einen attraktiven Arbeitgeber aus.

Seit Anfang September bist du Vorstandsreferentin. Warum bist du diesen Schritt gegangen?
Ich war wirklich gerne Prüfungsleiterin. Die Prüfungstätigkeit und besonders der direkte Kontakt zu unseren Mitgliedsgenossenschaften und meinen Teamkollegen wird mir sicherlich fehlen. Unsere Verbandsfamilie be- steht nicht nur aus Prüfung und Beratung, sondern wir sind auch Bildungsträger und Interessenvertreter für unsere Mitgliedsgenossenschaften. Insofern ist die Möglichkeit, neben den Prüfungsbereichen das große Ganze des Verbandes zu sehen und nah an den strategischen Entscheidungen dran zu sein, einmalig.

Welches sind die besonderen Herausforderungen der kommenden Jahre für den Genossenschaftsverband?
Wir stellen unsere Mitglieder (Genossenschaften) und Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Daher wird es das Ziel, beziehungsweise die Herausforderung sein, dass wir unsere Dienstleistungen immer wieder an die Mitgliederbedürfnisse anpassen, um einen nachhaltigen Nutzen zu schaffen. Insbesondere im Bereich Prüfung und Betreuung der Banken möchte ich meinen Beitrag dazu leisten. Hier stehen beispielsweise die Themen Digitalisierung, Regulatorik, Arbeitgeberattraktivität, aber nun auch die Bewältigung der Krisen, Zinsentwicklung, Inflation im Fokus.


Das ist der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.

„Wir sind ein bisschen anders als andere Wirtschaftsprüfer und Berater. Denn unserem Unternehmen liegt die demokratische Idee der genossenschaftlichen Teilhabe zugrunde – die heute aktueller denn je ist: Unser Ziel ist immer, die Lebensqualität von Vielen zu verbessern statt nur kurzfristige Unternehmensvorteile zu erreichen.
Wir sind Wirtschaftsprüfungs-, Betreuungs- und Beratungsverband für rund 2.600 Genossenschaften in 14 Bundesländern mit über 1.500 Mitarbeitenden. Das Besondere: Unsere Kunden sind zugleich unsere Mitglieder. Vertrauen, Nähe und Sicherheit sind die Basis unserer Arbeit – im Netzwerk unserer Verbandsfamilie und der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Wir leben eine gewachsene, demokratische Kultur. Klare Mitgliederorientierung, Qualität und Leistung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden langfristig – seit 1862. Dabei sind wir nicht nur erfolgsorientiert, sondern stellen auch den gesellschaftlichen Sinn in den Fokus.
Unsere Idee, unsere Vielfalt & Du! Du bist eine Persönlichkeit, die sich in dieser Haltung wiederfindet, und übernimmst gerne Verantwortung. Mit deinem Engagement und Können entwickeln wir gemeinsam die genossenschaftliche Idee weiter.”

Share.