
„Das Arbeiten mit Menschen ist das Herausragende am Beruf“
Stephan Schenke ist Gesellschafter-Geschäftsführer einer ETL-Kanzlei – und bewegt sich täglich zwischen Teamführung, Mandantenberatung und strategischer Weiterentwicklung. Im Interview erklärt er, warum Steuerberatung bei ETL mit dem Klischee vom stillen Zahlenjob nichts zu tun hat und wie eine Unternehmenskultur aussieht, in der Leistung, Flexibilität und echtes Wir-Gefühl zusammenkommen.
Stephan, was genau sind Deine Aufgaben bei ETL?
In meinen Positionen bin ich grob gesagt gemeinsam mit meinem Partner Oliver Plachta für den Erfolg der Kanzleien verantwortlich. Hierbei arbeiten wir beide die meiste Zeit jedoch nicht nur fachlich, sondern viel eher organisatorisch und am Unternehmen. Das beginnt bei der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter (23 am Standort Erkner, 6 am Standort Schöneiche), das Fördern und Fordern ihrer Stärken und das Controlling der gesamten Kanzleikennzahlen. Wir führen viele Mitarbeiter- und Mandantengespräche und versuchen durch gezielte eigene Aus- und Weiterbildung immer up-to-date zu sein. Wir planen Budgets und verteilen unsere Mandanten auf die einzelnen Mitarbeiter. Darüber hinaus richten wir unsere Strategien für die Zukunft aus, wollen Vorreiter im KI-Zeitalter sein und wir versuchen unsere Arbeitgebermarke positiv am Markt und auf Social Media zu positionieren.
Wie dürfen wir uns das in der täglichen Arbeit vorstellen?
Meine Arbeitstage beginnen meist mit dem Verlassen des Arbeitsplatzes am Tag davor, indem ich mir oldschool auf Post Its meine To Dos für den kommenden Tag aufschreibe. Das können strategische Themen sein, das Kontrollieren von Jahresabschlüssen, das Controlling der internen Zahlen oder das Planen zukünftiger Arbeiten. Am nächsten Tag im Büro angekommen, mache ich zuerst immer eine Begrüßungsrunde bei allen Mitarbeitern, um die Stimmung im Team und eventuelle Probleme privater oder beruflicher Art wahrzunehmen. Anschließend checke ich meinen Mailaccount, ob etwas Wichtiges, unaufschiebbares über Nacht dazugekommen ist. Jetzt kann der Tag eigentlich starten.
Erfahrungsgemäß kommen im Laufe des Tages aber überwiegend immer wieder neue Überraschungen dazu, die meine Pläne dann doch wieder auf den Kopf stellen. Sei es ein Hilfeschrei eines Mandanten, ein Anliegen eines Mitarbeiters oder ein Anruf aus der Kita. Doch gerade dieses Unvorhergesehene, die Abwechslung in den Tätigkeiten, das Arbeiten mit Menschen und echten Fällen ist am Ende genau das Herausragende am Beruf, was ich nicht missen möchte. Kein Tag gleicht dem anderen – und genau diese Vielfalt macht den Reiz der Steuerberatung aus.
Unternehmer statt Sachbearbeiter – was eine Karriere in der Steuerberatung bei ETL ausmacht
Was muss man mitbringen, um hier erfolgreich zu sein?
Um als Geschäftsführer einer Steuerkanzlei unserer Größe erfolgreich zu sein, muss man viel mehr Manager und Führungskraft sein als alles andere. Selbstverständlich sind fundierte steuerrechtliche Kenntnisse unabdingbar, doch rücken die fachlichen Fähigkeiten bei zunehmender Größe der Unternehmen immer weiter in den Hintergrund. Man muss Unternehmer sein und die wichtigsten Kennzahlen einer Steuerberatungskanzlei verstehen. Darüber hinaus muss man seine Ziele definieren, Leistungen strukturieren und Wege entwerfen, wie man gemeinsam mit seinen Mitarbeitern dies am effizientesten erreichen kann. Hierfür ist es natürlich auch wichtig immer wieder an seinen eigenen Softskills zu arbeiten und diese stetig zu verbessern.
Für den Kanzleierfolg sind auch die Vorteile in der ETL-Gruppe entscheidend. Beispielhaft möchte ich hierfür gern die ETL SteuerRecht nennen, welche mit qualifizierten Rechtsanwälten und Steuerberatern für komplizierte Einzelfälle immer mit Rat und Tat zur Seite steht oder auch in unserem Netzwerk: die ETL-Systeme, welche mit branchenspezifischer Beratung in verschiedensten Themenwelten wie etwa dem Gesundheitswesen, Landwirtschaft oder auch Gastronomie über ein unfassbar tiefes Branchenwissen verfügen und alleine mit Ihrer Marke und Ihrem Namen für Sichtbarkeit und Qualität stehen. Auch die kollegiale Zusammenarbeit mit Kollegen anderer ETL-Kanzleien, welche man immer wieder auf Events kennenlernt, ist unbezahlbar.
„Die Familie geht bei uns immer vor – die Arbeitszeiten sind generell flexibel“
Wie würdest Du Eure Unternehmenskultur beschreiben?
Gerade zu meiner Zeit bei einem großen Marktbegleiter habe ich verschiedene Führungspersonen und -stile kennengelernt und aus Mitarbeitersicht für mich festgestellt, dass ich einen kollegialen, wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe immer motivierender empfand als Anweisungen von oben herab. Um genau dieses Wir-Gefühl zu erzeugen und damit alle Kollegen gerne zur Arbeit kommen, war und ist es Oliver und mir ein großes Anliegen, dass sich jeder Mitarbeiter bei uns wohl fühlt. Wir wollen für sie daher ein Arbeitsklima und Arbeitsbedingungen schaffen, die Spaß machen.
So gibt es bei uns beispielsweise für jeden Mitarbeiter jeden Tag kostenloses Mittagessen in der benachbarten Kantine, regelmäßige Teamevents, Massagen & Yoga und 42 Urlaubstage. Da wir zudem selbst Kinder haben, ist es für uns selbstverständlich, dass die Familie immer vorgeht und dass die Arbeitszeiten flexibel geplant werden können. Auch ein Homeoffice-Arbeitsplatz steht bei uns jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Wohlfühlklima nicht nur unsere Mitarbeiter an uns bindet und Loyalität schafft, sondern sich auch in den Ergebnissen und Umsätzen widerspiegelt. Das Wir-Gefühl in der Gruppe wird vor allem durch Netzwerk-Treffen, wie regelmäßige Partnerkongresse lebendig getragen.
KI, Wohlfühlklima, Wachstum – für wen ETL der richtige Karrierepfad in der Steuerberatung ist
Durch KI verändern sich Berufsbilder gerade sehr. Wie geht Ihr damit um?
Wir sind ein junges und KI-affines Führungsduo und versuchen daher seit jeher die Vorteile durch KI direkt in unseren (Berufs-)Alltag zu integrieren und auszunutzen. Sei es bei der Erstellung standardisierter Schreiben, dem Entwickeln von Argumentationslinien und Taktiken in Prüfungsfällen oder als Recherche-Tool bei komplexen Fragestellungen – die KI ist hierbei bereits unser steter Begleiter. Sowohl Oliver und ich als auch alle anderen Mitarbeiter haben diverse Fortbildungen zum Thema KI besucht und auch Zusatzqualifikationen hierbei erworben. Wir sind sehr froh, dass die ETL-Gruppe Vorreiter im Zusammenspiel zwischen Steuerberatung und KI ist und innovative Tools direkt in den Kanzleien zur Anwendung bringt. Somit steuern und gestalten wir gezielt, wie die KI unser Berufsbild verändert, um Effizienzgewinne zu erzielen und Mandanten noch besser zu beraten.
Wie nimmst Du persönlich diesen Einfluss von Technologie wahr?
Ich habe kürzlich einen Mandanten bei einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt unterstützt und die ersten Feststellungen des Prüfers drohten in signifikanten Mehrergebnissen für den Mandanten zu enden. Normalerweise wären hier stundenlange Recherchearbeiten nötig gewesen, um eine Argumentation gegen die einzelnen Punkte des Prüfers zu finden. Dank der sinnvollen Nutzung von KI konnte ich die Quellensuche und Strategie in kurzer Zeit abschließen und das Duell mit dem Finanzamt aufnehmen. Letztlich haben wir in vielen Punkten die Oberhand behalten können und unser Mandant konnte diese existenzbedrohliche Situation glücklich und zufrieden abhaken. Die KI wird für uns somit zum Helfer, quasi zu einem virtuellen Mitarbeiter und die neuesten Einblicke in die ETL-eigenen KI-Technologien lassen uns erwartungsvoll in die nahe Zukunft blicken.
Was spricht für ETL und welcher „Typ Mensch” fühlt sich bei Euch wohl?
ETL vereint einerseits Größe und Konzern, weil sie als Gruppe nicht nur zu den größten Arbeitgebern im steuerlichen Bereich zählt, sondern auch in Sachen Umsatz und Gewinn mit den Big4 mithalten kann. Andererseits bedeutet ETL aber auch die kleine, lokale, spezialisierte Kanzlei mit flachen Hierarchien und einem absoluten Wohlfühlklima. Dieser Mix aus Sicherheit, toller Infrastruktur und dem großen Netzwerk sowie der Möglichkeit sich in seinem eigenen kleinen Kosmos zu entfalten und in seinem eigenen Team ein richtiges Wir-Gefühl zu entwickeln, macht ETL zu einem Wunsch-Arbeitgeber und das, mit 950 Kanzleien bundesweit, nicht nur in den Großstädten. Der Karrierepfad vom Azubi bis zum Kanzleileiter ist absolut möglich und sogar gewünscht und wird in jeder Kanzlei gezielt gefördert.

Interviewpartner Stephan Schenke ist 36 Jahre alt, Ehemann und Vater von zwei Kindern. Er ist Steuerberater und Gesellschafter-Geschäftsführer bei ETL Schenke, Plachta & Kollegen GmbH in Erkner (die Stadt liegt innerhalb des Berliner Autobahnrings). Stephan spielt leidenschaftlich gerne Fußball.
Du möchtest ein Teil des ETL-Teams werden? Hier findest Du weitere Informationen zu den Karrieremöglichkeiten bei ETL.