
Breite Verantwortung, steile Lernkurve: Arbeiten bei Laufenberg Michels und Partner
Der Arbeitsmarkt für Wirtschaftsprüferinnen, Steuerberater und Berufseinsteiger im Accounting-Umfeld verändert sich spürbar. Während Großkanzleien und Big-Four-Gesellschaften lange als klarer Karriereweg galten, entdecken immer mehr Talente die Vorteile mittelständischer WP- und Steuerberatungsgesellschaften. Breitere Aufgabenfelder, direkter Mandantenkontakt und echte Entwicklungsperspektiven machen den Mittelstand heute zu einem attraktiven „Place to be“ für ambitionierte Fachkräfte.
Im folgenden Interview mit Sascha Nowottny von Laufenberg Michels und Partner wird deutlich, warum die Arbeit in einer mittelständischen Kanzlei nicht nur mehr Abwechslung, sondern auch steilere Lernkurven und ein stärkeres Wir-Gefühl ermöglicht.
„Bei uns zählt die einzelne Person – mit ihren Stärken, Fragen und Entwicklungsschritten.“
Was sind aus Ihrer Sicht die größten Vorteile einer mittelständischen WP- und Steuerberatungsgesellschaft gegenüber Großkanzleien als Arbeitgeber?
Ganz klar: die Vielfalt der Aufgaben!
Ich habe selbst mehrere Jahre bei einer Big Four gearbeitet und nach dem Examen bewusst den Wechsel gesucht, weil mir die reine Abschlussprüfung auf Dauer zu einseitig war. Anschließend war ich bei einer führenden Restrukturierungsberatung tätig – deutlich kleiner, aber aufgrund der starken Spezialisierung für mich persönlich ebenfalls zu wenig abwechslungsreich. Die Mandate und Aufgaben für sich waren in beiden Fällen durchaus spannend, doch die Tätigkeit selbst blieb wiederkehrend: entweder nur Jahresabschlussprüfungen oder nur Sanierungsgutachten.
Im Mittelstand hingegen arbeiten wir fachlich deutlich breiter aufgestellt. Für unsere Mandantinnen und Mandanten sind wir Ansprechpartner für sämtliche Themen rund um Accounting, Steuern und Finanzen – sowohl in der laufenden Betreuung als auch in Sondersituationen. Viele Kolleginnen und Kollegen sind neben der Abschlussprüfung auch in der Steuerberatung aktiv. Bei Laufenberg Michels unterstützen wir zudem bei Unternehmenstransaktionen oder in anspruchsvollen Restrukturierungssituationen und erstellen Unternehmensbewertungen. Natürlich dominiert in der ersten Jahreshälfte die Abschlussprüfung – Stichwort Busy Season –, doch in der zweiten Jahreshälfte stehen vor allem beratende Tätigkeiten im Vordergrund.
Was den Mittelstand ebenfalls besonders macht, ist die Nähe zu unseren Mandanten. Schon Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger haben früh Kontakt zu leitenden Ansprechpartnern und häufig sogar zur Geschäftsführung oder zu Gesellschaftern. Die Persönlichkeiten, die man dabei kennenlernt, bereichern den Berufsalltag enorm und man ist nah an wegweisenden Entscheidungen.
Und was uns besonders wichtig ist: Bei uns zählt die einzelne Person – mit ihren Stärken, Fragen und Entwicklungsschritten. Unsere Kolleginnen und Kollegen übernehmen früh Verantwortung, können sich aber jederzeit auf die Unterstützung erfahrener Teammitglieder verlassen – und die Partner sind immer nur ein Zimmer entfernt. Fachlich wie persönlich ist die Entwicklung im Mittelstand daher besonders steil.
Wie fördern Sie Ihre Mitarbeitenden gezielt über den frühen und direkten Mandantenkontakt? Wie profitieren sie davon?
Während der Einarbeitung unterstützen erfahrene Kolleginnen und Kollegen eng: Sie schauen über Mails, wenn komplexere Themen anstehen, und besprechen anstehende Telefonate – insbesondere bei anspruchsvollen Sachverhalten oder sensiblen Situationen. Das Ziel ist klar: Eine steile Lernkurve und direktes, wertschätzendes Feedback. In der Regel sind die Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger bereits vor Ende der Probezeit in der Lage, rund 90 % des Mandantenkontakts eigenständig zu übernehmen.
Zudem gibt es bei jedem Mandat eine mandatsverantwortliche Mitarbeiterin oder einen mandatsverantwortlichen Mitarbeiter – eine Rolle, die häufig schon im ersten Jahr übernommen wird. Damit einher geht die Verantwortung für die Koordination des Alltagsgeschäfts: Fristen einhalten, digitaler Posteingang, Koordination eingehender Anfragen.
Begleitend bieten wir interne Fortbildungen an, die Soft Skills und den Austausch im Team stärken. Beispielsweise gibt es Kommunikationstrainings für verschiedene Erfahrungsstufen, in denen in Kleingruppen Techniken vermittelt und herausfordernde Situationen trainiert werden.
Wie profitieren wir als Kanzlei? Wenn Mitarbeitende bereits kurz nach dem Berufseinstieg einen Großteil der täglichen Kommunikation souverän übernehmen, entlastet das die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Diese können sich dadurch stärker auf komplexe Fragestellungen und die Ausbildung konzentrieren. Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger ist das anfangs fordernd – aber der Stolz, rückblickend auf das erste Jahr und die eigene Entwicklung, ist enorm. Und neue Herausforderungen bietet die Branche, gerade im Mittelstand, noch lange über die ersten zehn Berufsjahre hinaus.
Welche Karrierepfade und Aufstiegschancen bieten Sie in Ihrer Kanzlei?
In der Wirtschaftsprüfung streben viele Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger zunächst das Steuerberaterexamen an. Durch die Modularisierung des Wirtschaftsprüferexamens ist es zwar nicht zwingend erforderlich, doch aufgrund der häufig auch steuerlichen Betreuung unserer Mandate besteht häufig eine große Motivation, sich auch in diesem Bereich weiterzubilden. Das Wirtschaftsprüferexamen ist der zweite Klassiker – entweder im Anschluss an das Steuerberaterexamen oder direkt modular nach einigen Jahren Berufserfahrung.
Diese beiden Examina stellen für viele Kolleginnen und Kollegen typische Karrierebausteine dar. Dennoch sind sie keine Voraussetzung, um Verantwortung zu übernehmen oder Karriere zu machen. Die Leitung von Prüfungen oder Beratungsprojekten sowie Teamführung setzen bei uns kein Examen voraus. Wenn jemand fachlich stark ist, Erfahrung sammelt und Freude am Führen hat, unterstützen wir das genauso. Ein Examen verlangt enorme Zeit und Energie, passt nicht immer zur persönlichen Lebenssituation und nach erfolgter Weiterbildung genießen viele verständlicherweise erst einmal ein paar Jahre ohne Lernstress. Das alles darf kein Hindernis für eine erfolgreiche Karriere sein.
Berufsexamina und fachliche Fortbildungen unterstützen wir zeitlich und finanziell – sofern sie für die Kanzlei sinnvoll sind. Zuletzt haben wir beispielsweise auch das CVA-Examen einer Kollegin gefördert, die intensiv im Bereich Unternehmensbewertung tätig ist.
Und auch langfristig gibt es echte Perspektiven: Wer sich fachlich und persönlich weiterentwickeln möchte, kann bei uns Schritt für Schritt Verantwortung übernehmen – bis hin zu Führungsrollen und Partnerschaft.
„Unser Motto: „Place to be.“
Sie sind sowohl in medizinisch-ärztlichen als auch in gemeinnützigen Segmenten unterwegs. Gibt Ihnen dies auch einen besonderen Purpose?
Die Frage liegt nahe, da wir in diesen Segmenten überregional bekannt sind. Für Heilberufe und Zahnmediziner haben wir zwei spezialisierte Teams, und auch der Bereich Gemeinnützigkeit wird von Kolleginnen und Kollegen betreut, die sich auf dieses Themenfeld fokussieren. Der Großteil unserer Mandate kommt jedoch aus dem gewerblichen Mittelstand.
Ein grundlegend unterschiedlicher Purpose ergibt sich daraus nicht – auch wenn sich die Zielsetzungen und Ansprechpartner natürlich unterscheiden. Am Ende arbeiten wir teamübergreifend mit derselben Haltung: Wir wollen für unsere Mandantinnen und Mandanten die bestmöglichen Lösungen entwickeln – und dabei als Team Freude an der Arbeit haben.
Welcher „Typ Mensch“ fühlt sich bei Ihnen besonders wohl und ist erfolgreich?
Ganz eindeutig: Teamplayer!
Ob Abschlussprüfungen oder Beratungsprojekte – ohne Teamwork funktioniert nichts. Auch die beste Planung kann einmal durcheinandergeraten, und dann ist Flexibilität gefragt. Dass Kolleginnen und Kollegen bei Bedarf unterstützend einspringen, ist bei uns selbstverständlich. Der Zusammenhalt wird zusätzlich durch regelmäßige Teamevents gestärkt. Ob Bogenschießen oder Weinwanderung – der Spaß kommt nie zu kurz.

Trotz unserer Größe von rund 170 Kolleginnen und Kollegen ist das Miteinander bei uns persönlich und nahbar. Durch gemeinsame Mittagspausen auf unserer Gemeinschaftsfläche und regelmäßige Kanzleievents wächst das Team schnell zusammen. Wer Lust hat, verabredet sich auch teamübergreifend – etwa zu einer gemeinsamen Runde Sport oder auf ein entspanntes Feierabendgetränk. Unser Motto: „Place to be.“