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    Vom dualen Studium zur Partnerin in der Steuerberatung von RSM Ebner Stolz

    Wie wird man Partnerin in der Steuerberatung? Catleen Plischke erzählt, wie Verantwortung bei RSM Ebner Stolz wächst, warum Vertrauen den Weg bestimmt hat und was junge Frauen sich zutrauen sollten.

    Wissen zusammenfügen, Talente stärken ­- für Catleen Plischke elementar: „Junge Menschen müssen früh das Gefühl bekommen, ­eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen zu können“
    Wissen zusammenfügen, Talente stärken ­- für Catleen Plischke elementar: „Junge Menschen müssen früh das Gefühl bekommen, ­eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen zu können“

    „Man muss nicht auf jede Frage schon eine Antwort haben“

    Catleen Plischke ist seit mehr als 30 Jahren bei RSM Ebner Stolz. Angefangen hat sie dort als duale Studentin, heute ist sie Partnerin und verantwortet den Steuerbereich am Standort Leipzig. Im Gespräch erzählt sie, wie Verantwortung mit der Zeit wächst, warum Vertrauen für ihren eigenen Karriereweg entscheidend war und weshalb sie jungen Frauen rät, sich den nächsten Schritt früher zuzutrauen.


    Was du wissen solltest

    • Der Weg: Catleen Plischke kam 1992 als duale Studentin zu RSM Ebner Stolz und ist heute Partnerin am Standort Leipzig. Dort leitet sie den Steuerbereich.
    • Die Verantwortung: Als Partnerin trägt sie Verantwortung für alle Mandate, alle Mitarbeitenden und die Entwicklung des Standorts. Fachliche Expertise verbindet sie dabei mit unternehmerischer Führung.
    • Das Erfolgsrezept: Eigenverantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen waren für ihren Weg entscheidend. Ihr Rat an junge Frauen: den nächsten Schritt wagen, auch ohne auf jede Frage eine Antwort zu haben.


    Catleen, du bist seit 2009 Partnerin bei RSM Ebner Stolz am Standort Leipzig: Was unterscheidet deine Arbeit heute inhaltlich am meisten von der einer angestellten Steuerberaterin?
    Der größte Unterschied liegt für mich darin, dass sich die Perspektive verändert. Als angestellte Steuerberaterin lag der Schwerpunkt stärker auf der eigenen fachlichen Arbeit und der Betreuung der
    Mandate. Als Partnerin trage ich Verantwortung für alle Mandate, alle Mitarbeitenden und die Entwicklung des gesamten Teams und des Standorts Leipzig. Partnerin zu sein bedeutet für mich fachliche Expertise mit unternehmerischer Verantwortung und Führung zu verbinden.

    Auf Partnerebene sind Frauen in der Steuerberatung eher die Ausnahme als die Regel. Wie hast du selbst den Weg dorthin bei RSM Ebner Stolz erlebt?
    Der Weg zur Partnerin war sehr spannend, aber auch sehr anspruchsvoll. Für mich war von Anfang an klar, dass ich eine kleine Familie und eine verantwortungsvolle Führungsposition miteinander verbinden möchte. Ich hatte bei RSM Ebner Stolz nie das Gefühl, mich für das eine oder das andere entscheiden zu müssen, sondern war überzeugt, dass sich beides miteinander vereinbaren lässt. Dass dies in der Realität dennoch immer wieder ein Spagat und eine besondere Koordinationsaufgabe ist, gehört für mich dazu.
    Für meinen Weg waren vor allem Eigenverantwortung, Entscheidungsfreiheit, fachliche Kompetenz und Verlässlichkeit entscheidend, ebenso wie der Aufbau guter und vertrauensvoller Beziehungen zu Partnern, Mandanten sowie Mitarbeitenden. Ich habe gelernt, früh Verantwortung zu übernehmen und selbstbewusst für meine Ziele einzustehen, auch wenn der Weg dorthin nicht immer geradlinig verläuft. So durfte ich beispielsweise direkt nach meinem Steuerberaterexamen eine kleinere Kanzlei in unseren Standort Leipzig integrieren. Dieses mir entgegengebrachte Vertrauen hat mich beflügelt.

     

    Was würdest du jungen Frauen raten, die sich fragen, ob eine Partnerschaft in der Steuerberatung für sie realistisch ist?
    Mein wichtigster Rat an junge Frauen ist: Traut euch, den nächsten Schritt zu machen – auch wenn ihr noch nicht das Gefühl habt, schon alles zu können. Niemand ist am ersten Tag als Partnerin „fertig“, und man muss nicht auf jede Frage bereits eine Antwort haben. Viel wichtiger sind fachliche Kompetenz, Neugier, Verantwortungsbereitschaft, Empathie und die Bereitschaft, sich weiter­zuentwickeln.
    Und vielleicht das Wichtigste: Eine erfolgreiche Partnerin braucht eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, Authentizität, Stärke und Freude an Verantwortung und Entscheidungen.

    Deine Mandate reichen von der Bauwirtschaft über die chemische Industrie und Ernährungswirtschaft bis hin zur Immobilienwirtschaft. Was reizt dich daran, so unterschiedliche Branchen zu beraten, statt dich auf eine einzige zu spezialisieren?
    Auf jeden Fall die Vielfalt. Durch die unterschiedlichen Branchen bleibt die Arbeit abwechslungsreich und man gewinnt täglich neue Einblicke in die diversen Unternehmen, Märkte, Geschäftsmodelle und Frage­stellungen. Das unterschiedliche Branchen­wissen lässt sich sehr gut miteinander kombinieren. Die Arbeit als Generalistin macht mich damit zur universellen Ansprechpartnerin des Mandanten und das macht mir besonders viel Freude. Das heißt nicht, dass ich alles selbst können muss. Bei Bedarf unterstützen Expertinnen und Experten mit Spezialwissen – auch aus den anderen Standorten.

    Steuererklärungen, Jahresabschlüsse, Umsatzsteuer – gerade in diesen Bereichen übernehmen digitale Tools und KI immer mehr Routinearbeit. Was verändert das schon heute in der Arbeit deines Teams?
    Viele Routineaufgaben, wie etwa das Erfassen, Prüfen oder Zuordnen von Belegen sowie standardisierte Arbeiten bei Steuererklärungen oder Jahresabschlüssen, laufen deutlich automatisierter ab. Das spart Zeit, reduziert manuelle Tätigkeiten und schafft uns mehr Freiraum für die Betreuung der Mandate. Die täglichen Workflows laufen schon heute zu 90 % mit digitaler Unterstützung.
    Dennoch: Digitale Tools ersetzen nicht die Steuerberatung, sondern schaffen
    Freiräume für die Aufgaben, bei denen fachliches Urteilsvermögen, Kommunikation und individuelle Lösungen gefragt sind.

    Wie sorgt RSM Ebner Stolz dafür, dass deine Kolleginnen und Kollegen mit neuen digitalen Tools mithalten und sie im besten Fall sogar mitgestalten können?
    Es gibt zahlreiche Schulungen, die individuell nach Bedarf und im eigenen Tempo absolviert werden können. Daneben ist es oftmals ein Learning by Doing und ein Austausch im Team zu den Anwendungsgebieten.
    Im monatlichen Team- meeting sprechen wir immer wieder über Einsatzmöglichkeiten. Unsere Kolleginnen und Kollegen können sich in Projektteams – zum Beispiel zur E-Rechnung, Digitalisierung der Buchführung oder bei der Einführung eines neuen Dokumentenmanagements – engagieren und die Prozesse bereits vor der Einführung aktiv begleiten und testen und dann ihr Wissen ins Team geben.


    Digitale Tools ersetzen nicht die Steuerberatung, sondern schaffen neue Freiräume


    Du sitzt heute selbst im Prüfungsausschuss der Dualen Hochschule Leipzig, an der Stelle, an der einmal deine eigene Ausbildung begann. Was hat sich bei den dualen Studierenden seitdem am meisten verändert?
    Während meiner Studienzeit an der Dualen Hochschule in Stuttgart von 1992 bis 1995 waren alle Vorlesungen noch in Präsenz, für die Literaturrecherche musste ich in eine richtige Bibliothek gehen und dort mit Büchern und Fachzeitschriften arbeiten.
    Der Rechner, auf dem ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, hatte ungefähr die Größe und das Gewicht eines kleinen Reisekoffers. Internet gab es damals noch nicht – oder zumindest steckte es noch in den absoluten Anfängen. Ich glaube, daran wird schon sehr deutlich, wie massiv sich die Studienbedingungen seitdem verändert haben.
    Die dualen Studierenden bringen heute viel an digitaler Kompetenz mit, gleichzeitig sind die Anforderungen an Flexibilität und eigenständiges Arbeiten gestiegen. Auch die Möglichkeiten des Studiums und der Informationsbeschaffung haben sich enorm erweitert.
    Geblieben sind jedoch Neugier, analytisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Freude daran, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten und lebenslang zu lernen.

    Als Partnerin trägst du auch Verantwortung für den Nachwuchs im Team. Woran erkennst du, dass jemand bei euch wirklich ankommt?
    Für mich zeigt sich das vor allem, wenn die Person nicht nur fachlich, sondern auch menschlich im Team angekommen ist.
    Mit unseren Studierenden setzen wir uns regelmäßig zusammen, fragen aktiv nach, wie sie ihren Einstieg erleben, was gut läuft und wo sie sich Unterstützung wünschen. Junge Menschen müssen früh das Gefühl bekommen, Fragen stellen zu können, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu über­nehmen. Wenn man ihnen etwas zutraut, entstehen auch gute Ergebnisse. Und wenn sie Verantwortung übernehmen können, ergeben sich Eigeninitiative und Engagement von alleine.


    Eigene Ideen umzusetzen und aktive Gestalterin sein zu können – genau dies lebe ich bei RSM Ebner Stolz


    Du bist seit über 30 Jahren bei RSM Ebner Stolz. Was macht RSM Ebner Stolz als Arbeitgeber aus deiner Sicht so besonders?
    Ich habe als Studentin bei RSM Ebner Stolz begonnen, bin heute Partnerin und darf den Leipziger Standort im Steuerbereich verantwortlich führen. Der Weg dorthin war anspruchsvoll, aber ich hatte über die Jahre großartige Teams sowie Mentorinnen und Mentoren an meiner Seite, habe immer wieder Vertrauen und Freiraum für eigene Entscheidungen bekommen und konnte meine Ziele verwirklichen.
    Und eines ist mir dabei besonders wichtig: Ich bin eine Macherin, setze gerne eigene Ideen um und gestalte aktiv mit. Genau diese Werte kann ich bei RSM Ebner Stolz leben.

    Häufige Fragen zum Weg in die Steuerberatung bei RSM Ebner Stolz

    Ist eine Partnerschaft in der Steuerberatung auch für junge Frauen realistisch?

    Catleen Plischke rät jungen Frauen, den nächsten Schritt zu wagen, auch wenn sie noch nicht alles können. Niemand sei am ersten Tag als Partnerin fertig, und man müsse nicht auf jede Frage eine Antwort haben. Wichtiger seien fachliche Kompetenz, Neugier, Verantwortungsbereitschaft, Empathie und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung.

    Lässt sich eine kleine Familie mit einer Führungsposition vereinbaren?

    Plischke sagt, für sie sei es nie eine Entweder-oder-Frage gewesen. Die Vereinbarkeit sei im Alltag aber ein Spagat und eine besondere Koordinationsaufgabe. Für ihren Weg waren nach ihrer Erfahrung Eigenverantwortung, Verlässlichkeit und vertrauensvolle Beziehungen zu Partnern, Mandanten und Mitarbeitenden entscheidend.

    Verdrängen digitale Tools und KI die Arbeit in der Steuerberatung?

    Nach Plischkes Angaben laufen Routinearbeiten wie das Erfassen und Zuordnen von Belegen oder standardisierte Arbeiten bei Steuererklärungen und Jahresabschlüssen deutlich automatisierter. Die täglichen Workflows laufen bei ihrem Team schon heute zu 90 Prozent digital. Die Tools ersetzen die Beratung nach ihrer Einschätzung nicht, sondern schaffen Freiraum für Urteilsvermögen und individuelle Lösungen.

    Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet RSM Ebner Stolz?

    Aktuelle Angebote für Studierende und Absolvent:innen findest du auf der Karriereseite von RSM Ebner Stolz.

     

    Unsere Interviewpartnerin Catleen Plischke kam 1992 als duale Studentin zu RSM Ebner Stolz und ist heute Partnerin am Standort Leipzig, wo sieden Steuerbereich leitet.

    Auf dem Weg dorthin hat sie ihr Steuerberaterexamen abgelegt sowie eine Kanzlei integriert.

    Ihre Mandanten reichen von der Bauwirtschaft bis zur Immobilienwirtschaft, daneben engagiert sie sich im
    Prüfungsausschuss der Dualen Hochschule Leipzig — genau dort, wo
    ihre eigene Laufbahn einmal begann.

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