
„Tax oder Audit? Warum ich mich nicht sofort entscheiden musste“
Tax oder Audit? Diese Frage müssen Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen bei den meisten WP-Gesellschaften bereits beim Berufseinstieg beantworten – oft ohne ausreichend Praxiserfahrung für eine fundierte Entscheidung. RSM Ebner Stolz geht bewusst einen anderen Weg: Hier ist es möglich, nach dem Einstieg beide Bereiche kennenzulernen, bevor sie sich spezialisieren. Marco Beck hat diesen Ansatz selbst erlebt – vom Praktikanten zum erfahrenen Manager, der heute sowohl in der Steuerberatung als auch Wirtschaftsprüfung tätig ist. Im Interview erklärt er, warum diese Flexibilität nicht nur für die Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch für die Karrierechancen entscheidend ist.
Marco, bevor wir in deine Berufswelt eintauchen – erzähl uns von dir als Mensch. Gab es schon früh Anzeichen dafür, dass du mal mit Bilanzen und Steuererklärungen dein Geld verdienen würdest?
Schon als ich fünf Jahre alt war, musste sich mein Vater – wenn wir im Restaurant oder bei Familienfeiern waren – Kopfrechen-Aufgaben für mich ausdenken, da ich lieber gerechnet als gemalt habe. Für mich war früh klar, dass es mal ein Job mit Zahlen und Finanzen sein muss.
Nach dem Abitur habe ich zunächst eine Bankausbildung gemacht, bei der ich erstmals das Fach „Steuerlehre“ hatte und mich im Gegensatz zu vielen Anderen noch mehr für den Steuer-Teil begeistern konnte. Dass meine damalige Freundin und heutige Frau bereits an einer Hochschule studiert hat, die einen Studiengang „Steuern- und Wirtschaftsprüfung“ anbot, hat die Entscheidung damals noch leichter gemacht (lacht). Über ein Praktikum im Rahmen des Studiums bin ich dann bei RSM Ebner Stolz gelandet, habe anschließend noch ein Jahr als Werkstudent gearbeitet, ehe ich nach Abschluss des Studiums als Consultant eingestiegen bin.
Was ist heute dein Aufgabenbereich und wie sieht einer deiner typischen Arbeitstage aus?
Mein Arbeitstag startet in der Regel um 8:30 Uhr. Einen „typischen“ Arbeitstag gibt es aber oft gar nicht. Ich begleite einige Mandantinnen und Mandanten nun schon seit meinem ersten Tag bei RSM Ebner Stolz, woraus sich mittlerweile ein stetiger Kontakt und regelmäßiger Austausch zu verschiedensten Beratungsthemen ergeben hat. Dadurch entstehen nahezu täglich unterschiedliche Fragestellungen durch Mandantenanfragen – insbesondere in laufenden Beratungen etwa bei umsatzsteuerlichen oder lohnsteuerlichen Themen, die man morgens beim Weg ins Büro noch gar nicht auf dem Schirm hat.
Aufgrund meiner Tätigkeit sowohl im Tax – als auch im Audit-Bereich ergeben sich über das Jahr gewisse Schwerpunkte. So liegt der Fokus während der „busy season“ zu Beginn bis Mitte des Jahres überwiegend im Bereich der Wirtschaftsprüfung. In den Sommer- und Herbstmonaten, wenn die Abschlussprüfungen abgeschlossen sind, liegt der Schwerpunkt auf der Steuerdeklaration.
Tax und Audit haben viele fachliche Gemeinsamkeiten, die Berufswege sind aber unterschiedlich. Während viele WP-Gesellschaften bereits mit dem Einstieg eine Fixierung auf einen Bereich erwarten, geht RSM Ebner Stolz einen anderen Weg. Was ist der Hintergrund?

Wir legen uns nicht früh auf einen Weg fest, sondern geben bewusst die Möglichkeit, in der Grundausbildung zunächst beide Wege zu gehen und sich dann für den zu entscheiden, der einem besser liegt. Die Entscheidung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem man sich und die Tätigkeit aufgrund der angeeigneten Erfahrung besser kennt und einschätzen kann. Schließlich macht man das wirklich gut, was man auch wirklich gerne macht.
Nach dem Studium ist es schwierig, seine Stärken und Interessen so einzuschätzen, dass man daraus direkt den richtigen Karriereweg ableiten kann, da sich die universitäre Theorie deutlich von der Praxis unterscheidet. Das ging auch mir so: Ich hatte meinen Fokus zunächst ausschließlich auf Tax, konnte aber durch das Praktikum feststellen, dass mir auch der Audit-Bereich liegt.
Bei RSM Ebner Stolz genießt man eine viel umfassendere Ausbildung und kann sich breitgefächertes Wissen aneignen. Das bedeutet mehr Anwendungsmöglichkeiten, mehr Abwechslung im Job und Vorteile bei den Berufsexamina aufgrund der breiten Praxiserfahrung. Eine spätere Spezialisierung ist jederzeit möglich.
Wenn du als Kenner beider Bereiche gefragt wirst: Was sind die jeweiligen Pro-Argumente für die Steuerberatung und die Prüfung und welche Skills braucht man für eine erfolgreiche Karriere?
Steuerberatung heißt nicht nur Steuererklärungen machen, sondern auch beraten – Steueroptimierung bei Unternehmensgründungen und -umstrukturierungen oder Beratung bei alltäglichen Fragestellungen. Die Rahmenbedingungen ändern sich laufend, man lernt nie aus und hat immer neue Herausforderungen. Steuerberatung bietet ein breites Feld für Spezialisierungen wie etwa internationales Steuerrecht, Umsatzsteuer oder M&A-Transaktionen. Man entwickelt individuelle Lösungen für Mandantinnen und Mandanten, oft nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für künftige Weichenstellungen im Unternehmen. Wichtige Skills sind Zahlengeschick, analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu kommunizieren.
Die Wirtschaftsprüfung bedeutet mehr Mandantenkontakt und direkteren Austausch, mehr Vor-Ort-Termine – also mehr Abwechslung. Man „erlebt“ das Unternehmen förmlich, indem man in die Prozesse und Zahlen eintaucht. Die Zusammenarbeit im Prüfungsteam schweißt einen dabei wirklich zusammen. Neben Zahlengeschick und analytischem Denken sind Aufgeschlossenheit und Eigeninitiative erforderlich. Die fachlichen Skills erlernt man durch die Praxiserfahrung, bei der die Lernkurve am Anfang steil nach oben zeigt.
„Welchen Weg man gehen will, erkennt man oft erst nach einer gewissen Berufserfahrung“
Und wie genau unterstützt RSM Ebner Stolz dabei, „seinen“ Weg in Audit oder Tax zu finden?
Bei uns übernehmen auch junge Consultants frühzeitig Verantwortung und treten direkt mit Mandantinnen und Mandanten in Kontakt. Sie erhalten die Möglichkeit, an vielfältigen Aufgaben mitzuwirken und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dadurch merkt man schnell, welche Tätigkeiten einem liegen und besonders Spaß machen. Gleichzeitig werden alle von Anfang an durch die RSM Ebner Stolz-Akademie mit regelmäßigen Trainings, Grundlagenschulungen und Fachveranstaltungen begleitet.
Die Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger bekommen einen „Buddy“ an die Seite, eine erfahrene Kollegin oder einen erfahrenen Kollegen, die unterstützen. Einige Teams sind so aufgestellt, dass sie sowohl in der Steuerberatung als auch Wirtschaftsprüfung tätig sind. Das hat den Vorteil, dass sich die Tätigkeitsschwerpunkte verschieben können, ohne dass sich das Team ändert. Beide Wege – sowohl das Steuerberater- als auch das Wirtschaftsprüferexamen – werden übrigens finanziell und durch Freistellungszeiträume gefördert.
In welchem Bereich – Tax oder Audit – siehst du denn perspektivisch für dich die besten Karrierechancen?
Für mich gibt es kein „entweder oder“. Beide Bereiche bieten enorme Chancen, da unsere Branche wenig von konjunkturellen Einflüssen betroffen ist. Hier eröffnen sich durch hohe Eigeninitiative und Motivation viele Wege. Es ist wichtiger, seinen Weg zu finden, von diesem überzeugt zu sein und dabeizubleiben – die Karrierechancen ergeben sich von allein. Das kann Tax, Audit oder beides zusammen sein. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch wichtig, diese Entscheidung nicht zu früh zu treffen. Welchen Weg man gehen will, erkennt man oft erst nach einer gewissen Berufserfahrung, wenn man beide Bereiche erlebt und erlernt hat. Schließlich ergänzen sich die beiden Bereiche und schließen sich nicht gegenseitig aus.
Hat KI einen größeren Einfluss auf Tax oder Audit bezüglich der Veränderung der Prozesse?
Beide Bereiche werden Veränderungen durch KI erleben. Im Audit-Bereich ermöglicht KI eine deutlich tiefere und schnellere erste Analyse von Finanzdaten, um Unregelmäßigkeiten zu identifizieren. Im Tax-Bereich kann KI Routineaufgaben wie die Prüfung von Belegen und Verträgen oder Recherchetätigkeiten wesentlich erleichtern. Die Arbeitsabläufe werden durch KI effizienter und bei standardisierten Aufgaben schneller.
Der Aufwand für manuelle Prüfungen reduziert sich, wodurch der Fokus künftig noch mehr auf den Kern der Sachverhalte und das jeweilige Unternehmen gelegt werden kann. Statt einfache Tätigkeiten manuell auszuführen, müssen die Ergebnisse der KI analysiert und interpretiert werden. Die Fähigkeit, entsprechende digitale Tools sicher zu bedienen, wird künftig wichtiger. Gute individuelle Beratung und der persönliche Kontakt zu Mandantinnen und Mandanten können aber nicht so schnell durch KI ersetzt werden.
„Bei RSM Ebner Stolz herrscht eine Kultur des Miteinanders – unabhängig von Hierarchien“
Was treibt dich in deiner täglichen Arbeit an und welche Projekte machen dir besonders Spaß?
Sinnstiftend ist es, zu helfen und Lösungen zu finden bei komplexen Fragestellungen. Oft ist das verbunden mit wichtigen Entscheidungen bei den Mandantinnen und Mandanten. Es ist ein gutes Gefühl, wenn sie sich auf uns verlassen können. Herausforderungen gibt es täglich durch das umfassende Aufgabenspektrum unterschiedlicher Mandantinnen und Mandanten, verschiedene Geschäftsfelder und Situationen wie Umstrukturierungen oder Firmenerwerbe. Selbst bei alltäglichen Themen ist jeder Fall in entscheidenden Details anders. Die ganzheitliche Beratung unterscheidet uns von Marktbegleitern.
Wir sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für alle Themen – steuerlich, betriebswirtschaftlich oder in der Wirtschaftsprüfung. Unsere mittelständische Mandatsstruktur ermöglicht ein persönlicheres Verhältnis. Besonders Spaß machen Mandate, bei denen die Lösung nicht auf der Hand liegt und man den „Aha-Moment“ erlebt. Auch Mandantinnen und Mandanten, die Produkte herstellen, die man aus dem Alltag kennt, machen die Tätigkeit greifbarer.
Wie würdest du die Teamkultur bei RSM Ebner Stolz beschreiben?
Bei uns trifft man auf eine bunte Mischung an Persönlichkeiten – von analytisch-denkenden Zahlenmenschen bis hin zu kreativen Problemlösern. Diese Vielfalt macht die Zusammenarbeit spannend, weil jeder seine Stärken einbringen kann. Die frühe Verantwortung, die man übernehmen darf, ermöglicht sowohl fachliche als auch persönliche Weiterentwicklung und immer mit dem Wissen, ein unterstützendes Team im Rücken zu haben. Im Team herrscht eine Kultur des Miteinanders.
Teamarbeit wird unabhängig von Hierarchiestufen großgeschrieben – ob im Prüfungsteam, bei Sonder-Projekten oder bei Alltagsfragen, für die man eine zweite Meinung benötigt. Es stehen jederzeit Kolleginnen und Kollegen zur Seite, die Unterstützung bieten. Aber nicht nur arbeiten funktioniert im Team gut, sondern auch das gemeinsame Feiern. Von Teamevents über Sommerfeste bis Weihnachtsfeiern und After-Work-Events ist immer was los.
Zum Abschluss: Wenn deine Tante beim Familienessen fragt „Bist du denn auch glücklich mit deinem Beruf?“ – wie erklärst du ihr, warum dein Job ziemlich cool ist?
Unser Job ist vielseitiger als man denkt. Wir arbeiten mit Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und mit verschiedensten Geschäftsmodellen. Es macht Spaß, ein Teil dieser Unternehmen zu sein, sie aktiv zu begleiten und zum Erfolg beizutragen. Man kann unmittelbar feststellen, wie die eigenen Lösungsansätze umgesetzt werden. Das ist sehr zufriedenstellend. Es gibt viel Abwechslung und man ist nicht jeden Tag im Büro, sondern auch bei interessanten Mandantinnen und Mandanten vor Ort. Kein Projekt gleicht dem anderen. Und vor allem habe ich das Glück, in einem Team zu arbeiten, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt.
Was du vor deiner Bewerbung bei RSM Ebner Stolz wissen solltest:
Gesucht werden: „…Talente, die mit Leidenschaft und Engagement ihre Karriere in der Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- oder Unternehmensberatung vorantreiben möchten. Bei uns sind Menschen gefragt, die analytisch denken, teamorientiert arbeiten.”
Rund um die Bewerbung: „Wir freuen uns auf deine Bewerbung über unser Online-Bewerbungsportal auf der RSM Ebner Stolz Karriereseite. Lade dort deine vollständigen Bewerbungsunterlagen hoch – Lebenslauf und relevante Zeugnisse. Unser Talent Acquisition Team prüft deine Unterlagen sorgfältig und meldet sich innerhalb weniger Tage.“
Fragen zum Prozess? Dann klicke hier und finde deinen Kontakt zum Recruiting-Team.
Damit überzeugst du: „Zeig uns, warum du zu RSM Ebner Stolz passt, indem du eine Bewerbung einreichst, die authentisch und prägnant ist. Hebe hervor, was dich auszeichnet und was du in unserem Team einbringen kannst.“