Pipeline to Pathways: Mit dem Express-Programm zur Führungskraft bei Amazon

Ein Berufseinstieg beim Commerce-Giganten Amazon wirkt für viele verlockend. Kaum ein Online-Händler ist vergleichbar in Bezug auf Internationalität und Wachstum. Neben dem Pathways Leadership-Programm für Berufserfahrene bietet Amazon auch das  Pipeline to Pathways Programm, das einen Einstieg in den Operations-Bereich schon nach dem Master-Abschluss ermöglicht. Nach einer maximal zweijährigen Tätigkeit als Area Manager kann man mit dem Pathways-Programm beginnen. Hamza Cifci befindet sich gerade im Pipeline-Programm und will in fünf Jahren zum General Manager im Operations-Bereich aufsteigen.

Herr Cifci, wie kann man sich das Pipeline-Programm genau vorstellen?
Das Pipeline to Pathways Program fungiert als optimale Vorbereitung auf das Pathways Operations Ledership Development Program. Während des Pipeline-Programms arbeitet man zwei Jahre lang an einem Standort im Bereich des  Operations Management. Im Optimalfall kann ein Wunsch geäußert werden, wo man eingesetzt wird. Trotzdem sollte man auf alle Fälle ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen bezüglich des Arbeitsorts und -bereichs. Ziel ist es, durch das Pipeline-Programm Führungsqualitäten aufzubauen und durch immer anspruchsvollere Tätigkeiten innerhalb einer intensiven Zeit das Niveau zu erreichen, um Senior Manager oder Regional Director zu werden.

Im Pipeline-Programm erhält man die Chance, zwei Abteilungen in einem kurzen Zeitraum von zwei Jahren als Area Manager zu leiten, um ein fundiertes Wissen im Operations-Bereich zu entwickeln und Erfahrungen in der Personalführung zu sammeln. Die erste Station als Area Manager habe ich bereits erfolgreich abgeschlossen. Ich habe zuerst ein eigenes Team im Ship-Dock des Logistikzentrums in Pforzheim geleitet, dem Ort, an dem die Pakete verladen werden. Anschließend bin ich in die Flow-Abteilung gewechselt, in der ich auch zurzeit tätig bin. Diese Abteilung hat mich besonders interessiert, da es sich sozusagen um das „Gehirn“ des Logistikzentrums handelt. Dort versuchen wir die Prozesse des Waren- und Paketflusses zu optimieren. Dafür braucht man ausgeprägte analytische Fähigkeiten und einen guten Überblick. Wenn ich in diesem Gebiet auch meine Leistungen erbracht habe, folgt ein Interview-Loop. Sollte ich diesen bestehen, kann ich dann mit dem tatsächlichen Pathways-Programm beginnen.

Nun sind Sie fast ein Jahr in Pforzheim tätig. Was hat Sie an Amazon als Arbeitgeber überzeugt?
Für mich war es eine tolle Erfahrung, schon direkt nach meinem Abschluss Personalverantwortung übernehmen zu dürfen. Nicht in vielen Unternehmen gehört das zum Regelfall. In meiner ersten Station als Area Manager wurde mir ein bestimmter Bereich sowie die damit verbundenen Mitarbeitenden zugewiesen. Ich habe von Anfang an für mein Areal und die über vierzig Kolleg:innen tatsächliche Führungsverantwortung übernommen. Meine Tätigkeiten reichten vom Erstellen der Schichtpläne bis hin zu Entwicklungsgesprächen mit den einzelnen Teammitgliedern. Für mich war diese Form des Berufseinstiegs wirklich reizvoll und ich würde jederzeit wieder diesen Schritt machen.

Haben Sie diese Zeit als besonders herausfordernd wahrgenommen?
Ja, definitiv. (lacht) Trotz zahlreicher Praktika und den Werkstudententätigkeiten konnte ich in der Personalführung keine Erfahrungen sammeln – und als Area Manager hatte ich auf einmal ein großes Team. Natürlich kommt es dabei zu unvorhersehbaren Ereignissen oder Problemen. Allein wegen unseren hohen Standards zum Schutz der Teammitglieder insbesondere während der Pandemie.  Nach und nach wuchs mit der Routine auch meine Sicherheit. Sehr geholfen haben mir dabei die gut strukturierten Abläufe innerhalb des Unternehmens, die viele Vorgänge standardisieren und organisieren. Diese Struktur erleichtert das Zusammenarbeiten enorm. Als Beispiel dafür kann ich die obligatorischen „Comeback-Gespräche“ nennen, durch die die Mitarbeitenden nach dem Urlaub auf den neuesten Stand gebracht werden. Solche Routinen unterstützen, die Nähe zu den Kolleg:innen in den Alltag zu implementieren.

Hatten Sie eine:n Mentor:in oder anderen Support auf Ihrem bisherigen Weg?
Ja, jede:r Pipeline-Teilnehmer:in bekommt eine:n Pathways-Operations-Manager:in zur Unterstützung in allen Belangen. Sowohl auf fachlicher Ebene als auch hinsichtlich meines eigenen Werdegangs hatte mein Mentor immer ein offenes Ohr. Das hat mir enorm geholfen und tut es auch immer noch.

Dazu kommt, dass die Einarbeitungszeit bei Amazon besonders intensiv ist und ein umfassendes Gesamtbild vermittelt. In der ersten Woche, der „Associate Experience Week“, gewinnt man Einblicke in jede Abteilung des Standorts, also vom Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung bis zum Warenausgang. Alle Neuanfangenden, egal auf welcher Karrierestufe, sammeln praktische Erfahrung in den Tätigkeitsfeldern von Logistikmitarbeiter:innen. Im Anschluss lernt man die allgemeinen Rahmenstrukturen des Konzerns von den internen Abläufen bis zu den Sicherheitsvorkehrungen kennen. Danach folgt ein intensivesTraining, das eine fundierte Vorstellung des Arbeitsalltags ermöglicht. Die Amazon-Unternehmenskultur ist etwas ganz Besonderes. Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden und das gemeinsame Ziel, die Kundenerfahrung so zufriedenstellend wie möglich zu gestalten, motiviert mich ungemein.

Sie haben Wirtschaftsingenieurwesen mit einem Master abgeschlossen. Ist der akademische Grad Voraussetzung für Pipeline to Pathways?
Ja, ein Master oder ein PhD mit sehr guten Leistungen im technischen Bereich oder in BWL mit Schwerpunkt Logistik sind die Basis für das Pipeline to Pathways Programm. Allerdings denke ich auch, dass es bei sonst passenden Rahmenbedingungen immer auf den Einzelfall ankommt. Ich persönlich habe außerdem schon vor dem Studienabschluss viel Berufserfahrung gesammelt, indem ich beispielsweise meine Bachelor- und Masterarbeit in einem Unternehmen geschrieben habe oder im Ausland war. Das würde ich generell jeder:m empfehlen, vor allem wenn man sich überlegt, in den Operations-Bereich zu gehen.

Dort ist man mitten im Geschehen und kann die kommenden Arbeitsschritte größtenteils nicht antizipieren, wie es beispielsweise bei einer Projektmanagementstelle der Fall ist. Man sollte sich im Vorfeld bewusst machen, ob der Operations Bereich zu einem passt.

Welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach zusätzlich unabdingbar, um bei Amazon erfolgreich zu sein?
Besonders wichtig ist der Spaß daran, Verantwortung zu übernehmen und ein Team zu führen. Aber auch die Bereitschaft zu wachsen und sich permanent weiterzuentwickeln, sind entscheidend, denn man lernt nie aus. Ein analytisches Grundverständnis mitzubringen ist ebenfalls erforderlich. Das Unternehmen ist im ständigen Wandel und Prozesse können optimiert werden. Eine Leidenschaft für Daten und deren Auswertung ist deshalb wichtig mitzubringen. Grundlegen ist auch, sich mit den Leadership Principles identifizieren zu können. Wenn diese mit den eigenen Ansprüchen im Einklang sind, ist schon viel gewonnen. Bei Amazon sagen wir immer: „Every day is day one!“

Hier geht es zu weiteren Beiträgen rund um Pathways bei Amazon.

Share.