Die Schott AG fördert Diversität als Erfolgsstrategie

Dr. Nina Moyers

Dr. Nina Moyers

Die SCHOTT AG ist in sehr heterogenen Märkten und in einer Vielzahl von Ländern mit verschiedenen Sprachen aktiv. „Vielfalt, Zusammenarbeit und Innovation sind die Basis unseres Unternehmenserfolgs“, sagt Dr. Nina Moyer, Head of Human Resources. Sie erläutert, wie Diversität und Inklusion in dem Mainzer Hightech-Unternehmen gelebt werden.

‚Wir verfolgen bei SCHOTT eine Strategie, die von einem starken Wachstumsgedanken geprägt ist. Konkret wollen wir mit dem Pioniergeist und Leidenschaft unserer Beschäftigten immer wieder neue Märkte und Anwendungen erschließen, sowohl in Deutschland aber natürlich auch im Rest der Welt, mit Fokus auf unsere Wachstumsregionen USA und China. Als Stiftungsunternehmen hat die SCHOTT AG das Leitprinzip Nachhaltigkeit tief in der DNA verankert. Verantwortungsvolle Unternehmensführung, die Verantwortung für Mitarbeiter*innen, Gesellschaft und Umwelt sind dabei Kernelemente dieser Nachhaltigkeitsstrategie. Wir setzen uns daher auch in diesen Bereichen klare, relevante Ziele. So ist es zum Beispiel unser Ziel, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden – als erster Spezialglashersteller weltweit. Dies alles ist natürlich nur durch unsere Mitarbeiter*innen möglich. Daher ist ein weiterer fundamentaler Bestandteil unserer Erfolgsstrategie Best Teams – unsere Bezeichnung für Diversity und Inklusion bei SCHOTT.
Best Teams ist ein Programm, das internationale, interdisziplinäre Zusammenarbeit ohne Gender-Barrieren fördert. Denn in einem wettbewerbsorientierten, globalen Umfeld ist Vielfalt und Diversität eine Säule des unternehmerischen Erfolgs. Wer also Freude daran hat, eigene Ideen einzubringen, aktiv die Zukunft durch herausfordernde Projekte mitzugestalten und dabei kontinuierlich zu lernen, ist bei uns genau richtig.

Frau Dr. Moyer, Sie selbst führen mit nur 39 Jahren den Human-Resources-Bereich. Wie hat SCHOTT Sie auf Ihrem beruflichen Weg unterstützt und gefördert?
Ich habe mit 23 Jahren als Studentin bei der SCHOTT AG in der Aus- und Weiterbildung begonnen. Schon als Praktikantin wurde mir sehr früh Verantwortung übertragen und ich hatte viele Freiräume, um eigene Ideen einzubringen oder Themen selbst zu gestalten. Bei neuen Aufgabestellungen wurde mir immer Vertrauen entgegengebracht und von meinen Vorgesetzten das Gefühl vermittelt, dass ich auch bei Fehlern Unterstützung erhalte. Und das hat sich bis heute nie geändert. Was mir vor allem gefällt, ist das Arbeitsumfeld. Egal auf welcher Ebene und in welchem Bereich, unser Miteinander ist geprägt von Ehrlichkeit, Kollegialität und Zusammenhalt. Werte die mir sehr wichtig sind und die ich auch als Personalverantwortliche in der Organisation weiter verfestigen möchte.

Ihrem Unternehmen liegt das Thema Diversity und Frauenförderung besonders am Herzen. Das sagen viele Arbeitgeber, aber Schott setzt KPIs ein, um den Erfolg der Maßnahmen zu messen. Welche Vorgaben haben Sie sich selbst gesetzt und wie verfolgen Sie diese?
Wir sind der Überzeugung, dass diverse Teams unseren Herausforderungen oft erfolgreicher, mit mehr Verständnis und kreativeren Lösungen begegnen und somit eine Basis für bessere Produkte und Geschäftsideen bilden. Sie sind besser gerüstet, auf wechselnde Marktanforderungen und unterschiedliche Kundenwünsche zu reagieren. Auch innerhalb der Beschäftigtenstruktur ist Diversität unser Schlüssel, um das soziale und produktive Miteinander zu stärken und zu optimieren. Daher setzen wir uns ebenso wie im unternehmerischen Bereich transparente und ehrgeizige Ziele. Unsere Leistungskennzahlen (KPIs) haben den Fokus auf Gender, Internationalität und Interdisziplinarität. Wir messen hierbei jeweils den Anteil auf den beiden obersten Führungsebenen – nicht nur auf Konzernebene, sondern auch für jeden einzelnen unserer Geschäftsbereiche. Bis 2026 wollen wir im Top Management einen Frauenanteil von mindestens 23 % erreichen.

Und wie wollen Sie die Ziele erreichen?
Um diese Ziele zu verfolgen und umzusetzen, haben wir schon viele Initiativen ins Leben gerufen und führen diese regelmäßig erfolgreich durch. Der Besetzung von Spitzenpositionen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Bei unseren Einstellungen sorgen gendergemischte Recruiting Panels schon beim Kandidatenscreening dafür, dass mögliche unbewusste Vorbehalte minimiert werden. Auch in der jährlichen Nachfolgeplanung richten wir unser Augenmerk insbesondere auf potentielle Nachfolgerinnen. Nur eine Sache ist vollkommen klar: Allein die Erhöhung von Diversität reicht nicht aus, ebenso muss an der Kultur gearbeitet werden, die diese Diversität und Perspektivenvielfalt zulässt. Daher sind unsere Kennzahlen zur internen Zufriedenheit, Zufriedenheit mit der Führung und Wohlbefinden am Arbeitsplatz von gleicher Wichtigkeit.

Was tun Sie als Personalverantwortliche im Alltag dafür, dass sich junge Frauen in Ihrem Tech-Konzern wohl fühlen und ihr Potential entfalten können?
Uns ist es generell wichtig, junge Talente zu entdecken, zu fördern und sie in ihrer Entwicklung voranzutreiben. Wir suchen Menschen, die Talent und Leidenschaft mitbringen. Die sich begeistern für technologische Herausforderungen und sich als Teamplayer verstehen. Die Verantwortung übernehmen – und teilen können. Die neugierig sind auf internationale Einsätze und offen für die Ideen ihrer Kollegen*innen gleich nebenan oder weit entfernt. Natürlich liegt uns hier viel daran, besonders Frauen in diesen Punkten zu fördern und ihnen in einem global agierenden High-Tech-Konzern wie der SCHOTT AG Möglichkeiten zu geben, sich zu entwickeln und ihre persönliche Karriere aufzubauen. Wir Personalverantwortliche und Personalentwickler*innen gehen dieses Ziel aus vielen verschiedenen Richtungen an. Wir bieten Coachings, Mentoring & Trainings auf allen Ebenen und auf die Bedürfnisse ausgewählter Zielgruppen angepasst an. Ferner spielt das Thema Netzwerken und Austausch eine wichtige Rolle. Daher haben wir mit unserem TeamUp ein Networking-Format, das Kolleg*innen aus der ganzen Welt zusammenbringt. Zudem ermöglichen wir bei SCHOTT das mobile Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und eine persönliche Work-Life-Balance – und all das auf allen Stufen auf der Karriereleiter.


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