Hohe Freiheitsgrade für echte Typen

Karriere in Prüfung und Steuern bei Ebner Stolz

Unterschiedliche Lebensläufe, verschiedene Karrierestufen und persönliche Erfahrungen: Im Roundtable-Gespräch geben drei Kollegen von Ebner Stolz Einblicke in ihre Karriere in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Sie geben einen Hinweis darauf, auf was Absolventen achten sollten: Früh Verantwortung übertragen zu bekommen, der direkte Kontakt zu Entscheidern und ein nicht unbedingt branchentypischer Freiraum kann extrem motivieren.

Frau Wörz, Sie sind nach einer Werkstudentinnen-Tätigkeit vor fünf Jahren bei Ebner Stolz eingestiegen. Sie konnten Ihren Arbeitgeber also gründlich prüfen?
Wörz:
Ja, auf Herz und Nieren (lacht). Die Arbeitsatmosphäre in meinem Team während der Werkstudenten-Zeit war so klasse, dass ich – ehrlich gesagt – gar keine Alternativen ins Auge gefasst hatte. Ich bin auch als Studentin von Anfang an in das Team einbezogen worden – nicht nur in der Arbeit, sondern auch bei gemeinsamen Mittagspausen und Events.
Mir persönlich ist eine solche Wohlfühlatmosphäre einfach sehr wichtig. Es mag Menschen geben, bei denen der freundschaftliche Umgang miteinander und der Zusammenhalt im Beruf nicht so wichtig ist. Ich ticke da anders. Nur ein Beispiel, was ich mit „Wohlfühlen” meine: Selbst wenn bei uns mal etwas schiefläuft, gibt es keine Schuldzuweisungen, sondern es wird einfach gemeinsam versucht, eine Lösung für das Problem zu finden.

Dann dürften Sie sich in einem der Claims Ihrer Kampagne „Keiner, der in der Sonne steht – aber einer, der mir Brücken baut“ ziemlich gut wiederfinden?
Wörz: Ja, absolut. Ich bin seit diesem Jahr Steuerberaterin und habe damit das Ziel erreicht, welches ich nach dem Studium erreichen wollte. Die Vorbereitungszeit war hart, aber von Ebner Stolz wurde ich auf diesem Weg unterstützt und gefördert. Aber nicht nur hinsichtlich des Berufsexamens wurde ich bestärkt, sondern auch in anderen Bereichen: Stück für Stück konnte ich mehr Eigenverantwortung übernehmen bis hin zur selbständigen Mandatsbetreuung. Meine Chefin hat mir nicht nur Brücken dabei gebaut, sie ist auch meine Mentorin – beruflich und privat erfahre ich wirklich viel Unterstützung.

Frau Rohe, im Briefing erhielt ich die Information, dass Sie glühender BVB-Fan sind – Emotionalität ist Ihnen also vertraut. Was an Ebner Stolz ist „mitreißend“, wie Ihr Arbeitgeber sich beschreibt?
Rohe: Da Sie einen Vergleich zum Fußball ziehen: Ebner Stolz ist gleichsam ein Team, das sich aus vielen einzelnen Persönlichkeiten zusammensetzt – ein Team, das das gleiche Ziel, die gleiche Philosophie eint und in dem alle Spieler gemeinsam mit ganz viel Herzblut dabei sind. Jeder hat bei Ebner Stolz wirklich die Chance, „das Spiel“ aktiv mitzugestalten, seine Ideen einzubringen, gehört zu werden und vor allem ganz nah „am Ball“ zu sein. Also, wir kommen wirklich über das Kollektiv, wie es in der Fußballsprache heißt. Einen Star zu haben wie Messi, dem alle nur zuarbeiten, ist nicht unser Ansatz. Ein Slogan von Ebner Stolz ist nicht ohne Hintergedanken: „Wir bewegen Mittelstand!“ – ich möchte an dieser Stelle herausstellen, dass auch das „wir“ großgeschrieben wird und jeder an dieser Philosophie mitwirken kann.

Sie sind als Senior Manager unter anderem für das Thema Tax Compliance Management verantwortlich. Was genau sind dabei Ihre Aufgaben?
Rohe: Die Implementierung von Tax Compliance Management Systemen umreißt ein Themenfeld, das erst in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. In einer immer digitaleren Welt geht es verstärkt darum, die steuerrelevanten Prozesse im Unternehmen nicht nur zu kennen, sondern risikoorientiert zu prüfen und zu verbessern. Für mich als Steuerberaterin bedeutet diese Arbeit, ganz nah am Unternehmen zu sein, dabei ist der Aufbau einer engen Vertrauensbasis wichtig. Gleichzeitig ist auch eines klar: Wer in der Beratung arbeitet und in direktem Kontakt zu Entscheidern steht, hat einen spannenden Job, in dem er sichtbar wird. Bei uns wird bereits von Beginn an Wert darauf gelegt, frühzeitig direkte Mandatsarbeit zu leben. Und glücklicherweise gehört es zu unserer Unternehmenskultur, dass der Kontakt zu den Mandanten keine Vorbehaltsaufgabe einzelner Auserwählter ist.

„Der direkte Kontakt zu den Entscheidern macht den Job so spannend”

Für Absolventen ist es oft schwer, Unterschiede in den Unternehmenskulturen der Arbeitgeber zu erkennen.
Rohe: Das stimmt sicherlich. Intern haben wir flache Hierarchien, die Türen der Partner und Führungskräfte stehen offen, übergreifende Zusammenarbeit ist hier garantiert.
Ich denke, dass unsere Kultur sehr das unternehmerische Denken fördert. Dafür braucht man „echte Typen” mit Ecken und Kanten, die auch im direkten Kontakt mit den jeweiligen Entscheidern auf Mandantenseite ihre eigenen Standpunkte haben. Wer sehr eigenverantwortliche Persönlichkeiten im Unternehmen haben möchte, muss diese auch mit einem hohem Freiraum belohnen. Dies ist bei uns ganz sicher der Fall.


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Herr Kohlschmitt, Sie sind bereits mit 23 Jahren bei Ebner Stolz eingestiegen. Wie haben Sie diese frühe Verantwortungsübernahme wahrgenommen?
Kohlschmitt: Relativ schnell Verantwortung geschenkt zu bekommen, ist ja immer ein Zeichen von Vertrauen. Ich habe dadurch früh gelernt, Entscheidungen zur Priorisierung von Aufgaben zu treffen und auch das bereits genannte unternehmerische Denken weiterzuentwickeln. Nicht in einem engen Korsett arbeiten zu müssen, sondern mich entfalten zu können, ist für mich persönlich sehr wichtig in der Arbeit: Man kann jederzeit die Hilfe von Kollegen in Anspruch nehmen, man muss sich aber nicht permanent absichern.

Till Kohlschmitt (30) ist Manager am Standort Hamburg. Vor sieben Jahren begann er seine Karriere bei Ebner Stolz. Aktuell prüft er vor allem die Abschlüsse börsennotierter Unternehmen.

Und wie sieht ein normaler Arbeitstag im Leben des Till Kohlschmitt aus?
Kohlschmitt: Im Laufe eines normalen Arbeitstags wechseln sich bei mir Tätigkeiten am Computer und persönlicher Austausch mit dem Mandanten ab.
Da die Zahlen in Abschlüssen immer tatsächliche Sachverhalte widerspiegeln, ist es notwendig, persönlich mit dem Mandanten die Aussagekraft von Zahlen und Unterlagen zu besprechen, um die Auswirkungen auf die Prüfung beurteilen zu können. Diese Besprechungen und Diskussionen mit den Mandanten sind übrigens wie eine persönliche Weiterbildung, für die man aber nichts bezahlen muss (lacht). Aber im Ernst: Der Einblick in die jeweiligen Unternehmensabläufe verschiedener Firmen ist extrem spannend.

Wenn Sie solche Diskussionen bei Ihren Mandanten führen: Welche eigenen Persönlichkeitsmerkmale helfen dabei?
Kohlschmitt: Besonders wichtig ist ein offener, ehrlicher und verbindlicher Um­gang mit den Mandanten. Nur so ist es einem möglich, auch kritische Diskussionen mit dem Mandanten zu führen und ihn im Zweifel auch zu überzeugen. Deshalb ist es notwendig, zu seiner Meinung zu stehen. Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist auch deshalb wichtig, weil wir als Prüfer den Mandanten auf Fehler hinweisen müssen, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen.
Mindestens genauso wichtig ist natürlich ein höfliches Auftreten. Hierfür bietet Ebner Stolz zu Beginn der Karriere Seminare an, um ein angemessenes Verhalten gegenüber Mandanten anhand von Vorträgen und Rollenspielen zu üben.
Als weitere Persönlichkeitsmerkmale würde ich noch eine gewisse Gelassenheit nennen, die hilft, die Emotionalisierung von Diskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen und immer eine lösungsorientierte Zusammenarbeit im Blick zu haben. Hilfreich ist sicherlich auch, sich seinen Humor auch in stressigen Phasen zu bewahren – aber ist das nicht immer so im Leben (lacht).

Durchaus. Eine Situation, die von Ab­solventen oft nicht ausschließlich hu­morvoll gesehen wird, sind die ersten Tage im neuen Job. Können Sie Einsteiger da beruhigen?
Wörz: Klar. Das ist bei uns wirklich kein respekteinflößender Vorgang. Ein neuer Kollege bei uns im Team  bekommt immer einen „Buddy” zur Seite gestellt. Dieser Buddy ist meist ein jüngerer Kollege, der 1 bis 2 Jahre im Unternehmen ist und dem Berufseinsteiger für alle Fragen rund um den Büroalltag zur Seite steht – also etwa einen Vorstellungsrundgang macht oder die Mittagspausenregelungen erläutert.
Für den fachlichen Bereich wird der neue Kollege einem erfahreneren Mitarbeiter zugeordnet, welcher dann der Hauptansprechpartner für seine Fragen ist und ihn in den ersten Jahren seiner Berufsausbildung begleitet. Sofern es die räumliche Situation zulässt, sitzt der neue Kollege auch in einem gemeinsamen Büro mit diesem Mitarbeiter, um insbesondere in der Anfangszeit direkt Fragen stellen zu können.

Claudia Rohe (33) ist Senior Manager am Standort Köln. Von den Interviewten hat sie die höchste Hierarchieebene. Kollegen beschreiben sie als besonders motivierend und verlässlich.

Wie nehmen Sie derzeit Digitalisierungsthemen in der Beratung wahr?
Rohe: Die fortschreitende Digitalisierung ist ein wichtiges Thema. Wir schauen ganz bewusst, wie wir diese Dynamik zielorientiert und passgenau mit und für unsere Mandanten nutzen zu können. So arbeiten wir beispielsweise mit IT-Partnern zusammen und entwickeln eigene digitale Tools, die unter anderem automatisierte Kontrollen des Rechnungswesens ermöglichen. Neuen Entwicklungen stehen wir offen und sicherlich auch experimentierfreudig gegenüber.

Herr Kohlschmitt, Ebner Stolz wächst sehr stark. Wie wurden Sie bei Ihren Karriereschritten bisher unterstützt?
Kohlschmitt: Meinem Wunsch entsprechend konnte ich mich insbesondere auf die Rechnungslegung nach IFRS durch in- und externe Schulungen spezialisieren, weshalb ich in diesem Bereich intern aufsteigen konnte und inzwischen Mitglied in unserem Center of Competence IFRS bin. Generell bedeuten Karrierestufen ja auch immer, dass sich  das Aufgaben- und Anforderungsprofil etwas verändert – deshalb ist eine laufende Weiterbildung enorm wichtig, wie ich kürzlich wieder anhand eines Seminars zum Projektmanagement erfahren durfte. Unterstützend ist sicherlich auch das laufende Feedback, durch das ich jederzeit weiß, wo ich stehe und mich verbessern kann für den nächsten Karriereschritt. Up-or-out gibt es bei uns übrigens nicht: Niemand wird gezwungen, aufzusteigen.

„Es ist ein Privileg, dass mich die Arbeit für zwei Wochen nach New York bringt”

Wie verhält es sich im Hinblick auf Ihre Arbeitszeit und Reisetätigkeit?
Kohlschmitt: Branchenüblich variiert die wöchentliche Arbeitszeit im Laufe eines Jahres. Insbesondere die ersten drei Monate eines Jahres sind arbeitsintensiv. In dieser Zeit sind Arbeitszeiten von zehn Stunden am Tag keine Seltenheit, wobei ich auch in der sogenannten „Busy Season“ meinen privaten Aktivitäten nachgehen kann. Ich persönlich bin verhältnismäßig wenig auswärts, allerdings habe ich das große Glück und Privileg, ein Mandat in New York für zwei Wochen vor Ort betreuen zu dürfen. Ansonsten bin ich nur wenige Wochen im Hotel, da viele unserer mittelständischen Mandanten in der Region unseres Standorts sitzen.
Bei der Personalplanung für meine Mandanten achte ich darauf, dass die auswärtigen Aufenthalte für einzelne Mitarbeiter nicht überhandnehmen und be­rücksichtige persönliche Präferenzen. Die dauerhafte Präsenz bei den Mandanten ist durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten sowieso nicht mehr so notwendig wie früher.

Wie erfahren Sie in Ihrem Job Bestätigung, Frau Wörz?
Wörz: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht nur aus besonderen Ereignissen Bestätigung in unserem Be­ruf erfährt, sondern vielmehr sind es die kleinen Dinge, die einem besondere Glücksmomente bescheren. Wenn ich spüre, dass mein Fachwissen und meine Meinung intern oder extern wertgeschätzt wird, empfinde ich dies als wichtige Bestätigung meiner Arbeit.

Für manche Absolventen erscheint der Einstieg in das Consulting auf den ersten Blick vielleicht etwas schillernder als in die Bereiche Prüfung und Steuern. Trügt dieser Schein?
Rohe: Tatsächlich ist „schillernd“ nicht das Adjektiv, das ich zur Beschreibung der Bereiche Prüfung und Steuern an allererster Stelle nennen würde (lacht). In unserem Berufszweig haben Seriosität, Verantwortungsbewusstsein und das Einlassen auf die Mandantenbedürfnisse natürlich höchste Priorität – was allerdings weder Humor noch eine eigene schillernde Persönlichkeit ausschließt. Für die Mitarbeiter bedeuten die langfristigen Mandantenbeziehungen in den Ge­schäftsfeldern Prüfung und Steuern übrigens, ein tiefgehendes Verständnis von der Lage eines Unternehmens zu bekommen und dadurch enorme fachliche und persönliche Kompetenzen zu entwickeln.

„Bestätigung im Beruf bedeutet für mich, dass meine Meinung geschätzt wird”

Bei Kandidaten müssen Sie entscheiden, ob diese das Potential haben, diese Kompetenzen zu entwickeln. Worauf achten Sie bei Bewerbungen?
Rohe: Ein einschlägiges Studium sowie ein Interesse an betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Zusammenhängen sollten eine der Grundvoraussetzungen sein. Darüber hinaus wünschen wir uns engagierte, motivierte Bewerber und vor allem Kandidaten, die gerne über den Tellerrand schauen, mitdenken und sich auf Herausforderungen in einem dynamischen Umfeld freuen. Wer das mitbringt, der kann sich darauf verlassen, dass wir ihm oder ihr Brücken bauen, wann immer es nötig ist.

Von den Diskutanten sind Sie, Herr Kohlschmitt, der dienstälteste Mitarbeiter bei Ebner Stolz. Deswegen an Sie die Frage: Warum sollten sich Absolventen gerade bei Ihrem Unternehmen bewerben, anstatt bei einer der anderen WP-Gesellschaften?
Kohlschmitt: Bei Ebner Stolz wird den Mitarbeitern ein großes Maß an Freiheit eingeräumt, so dass man die Gestaltung der eigenen Arbeit sehr selbstbestimmt vornehmen kann. Es besteht keine „Checklisten-Mentalität“ bei uns und man hat nie das Gefühl, ein unbedeutendes Mosaiksteinchen in einem Konzern zu sein. Infolge der mittelständischen Aufstellung gehören flache Hierarchien und der direkte Kontakt zu Führungskräften und Partnern quasi zu unserer DNA. Gleichzeitig betreuen wir auch internationale, börsennotierte Unternehmen, so dass ich einen sehr breiten Einblick erhalte.
Also: Eigenverantwortung, Team und Perspektiven sind die drei Punkte, die ich nennen würde, wenn ich komprimiert beantworten müsste, was für Ebner Stolz spricht.


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