Rechtsform mit Tradition und großer Zukunft: Wie Genossenschaften helfen, gutes und bezahlbares Wohnen zu schaffen

Das Thema Wohnen ist aktuell wie lange nicht. Ob Metropole, Klein- oder Mittelstadt, in vielen Regionen herrscht Wohnungsmangel. Ein wichtiger Akteur im Marktsegment bezahlbare Wohnungen sind die Wohnungsgenossenschaften. 2.000 Unternehmen in dieser Rechtsform mit insgesamt rund 2,2 Millionen Mitgliedern gibt es in Deutschland. Ihr satzungsgemäßer Auftrag lautet, eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für die Genossenschaftsmitglieder anzubieten: Ein äußerst attraktives Gesamtpaket mit lebenslangem Wohnrecht.

Die ersten Wohnungsgenossenschaften sind vor dem Hintergrund der Wohnungsnot in Folge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden. Ihr Ziel war es, bezahlbaren Wohnraum für Arbeiter, Angestellte und Beamte zu schaffen – kurz für alle Bevölkerungsgruppen, die auf dem freien Wohnungsmarkt Schwierigkeiten hatten. Die Grundwerte der Genossenschaften „Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Selbstverwaltung“ gelten auch heute noch.

Die Rechtsform Wohnungsgenossenschaft ist immer dann besonders gefragt, wenn es auf den lokalen Wohnungsmärkten eng wird. Große Gründungswellen gab es nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg und auch heute in Zeiten angespannter Wohnungsmärkte verzeichnet der VdW Bayern einen regelrechten Gründungsboom von Wohnungsgenossenschaften. Wie einst die Gründer der Traditionsgenossenschaften nehmen wieder engagierte Menschen das Ruder selbst in die Hand. „In keinem anderen Bundesland werden so viele Wohnungsgenossenschaften gegründet wie in Bayern“, freut sich VdW Bayern-Verbandsdirektor Andreas Pritschet.

Prüfung und Beratung für Wohnungsgenossenschaften

Der VdW Bayern unterstützt die jungen Genossenschaften bei der Gründung, zudem begleitet und berät er sie auf dem Weg zu den ersten Bauprojekten. Als genossenschaftlicher Prüfungsverband führt er außerdem die Genossenschaftliche Pflichtprüfung gemäß § 53 GenG bei den 356 Wohnungsgenossenschaften im VdW Bayern durch und berät auch zu vielen weiteren Herausforderungen aus der täglichen Praxis. „Das Beratungsfeld ist breit und abwechslungsreich“, sagt der Verbandsdirektor. Die Themen reichen von Digitalisierungsprojekten, über den Einsatz erneuerbarer Energien bis zur wohnungswirtschaftlichen Beratung.

Innovationstreiber und Partner der Kommunen

Die Wohnungsgenossenschaften bieten nicht nur ihren Mitgliedern große Vorteile, sondern  strahlen auch auf die Nachbarschaften aus. Sie sind Innovationstreiber für das Quartier und starke Partner der Kommunen. Bei ganz vielen Wohnungsgenossenschaften wird das Leben in Gemeinschaft großgeschrieben. Von gemeinsamen Begegnungsflächen, Gewerbeflächen und sozialen Einrichtungen profitiert oft auch die unmittelbare Nachbarschaft. Gerade bei jüngeren Bauvorhaben in neuen Stadtquartieren wirken die Genossenschaften als Impulsgeber.

In Leuchtturmprojekten wie dem Domagkpark und dem Prinz Eugen Park in München waren es die genossenschaftlichen Akteure, die Mobilitätskonzepte, öffentliche Nahversorgung, Quartiers-Gaststätten, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte vorangetrieben haben. Der VdW Bayern steht seinen Mitgliedern dabei beratend und bei Bedarf auch prüfend zur Verfügung. Nicht umsonst ist es Anspruch der VdW Bayern Gruppe, für jede Fragestellung von Wohnungsunternehmen, einen Ansprechpartner und Experten in der Unternehmensgruppe zu haben.

Das genossenschaftliche Wohnen hat eine große Zukunft, davon ist Andreas Pritschet überzeugt: „Sichere, gute und sozial verantwortbare Wohnungen werden in 100 Jahren ebenso gefragt sein wie heute.“


Weiteres über den VdW Bayern und den Einstieg findest du hier. 

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