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    Dr. Annette Hamann über KI und Frauenförderung bei Beiersdorf

    Annette Hamann Beiersdorf Frauenförderung

    Die digitale Welt entwickelt sich rasant – und mit ihr die Karrierechancen für junge Talente! Doch welche Technologien prägen aktuell die IT? Wie können Studierende schon während des Studiums aktiv mitwirken? Und was braucht es, um in der Branche erfolgreich zu sein? Dr. Annette Hamann, CIO von Beiersdorf und Geschäftsführerin Beiersdorf Shared Services IT, gibt spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen, die Bedeutung von Cyber Security und die Zukunftschancen in der IT. Besonders inspirierend: Ihre Tipps für Berufseinsteiger:innen und ihre Sicht darauf, wie durch Frauenförderung mehr weibliche Talente für MINT-Berufe begeistert werden können.

    Sie sind seit 2020 bei Beiersdorf. Welche großen technologischen Entwicklungen beobachten Sie derzeit?
    In den letzten Jahren hat sich die IT stark weiterentwickelt, insbesondere in Bezug auf die Verfügbarkeit von Rechenleistung und Datenspeicherkapazität. Dadurch sind viele Technologien, die früher nur theoretisch existierten, inzwischen technisch umsetzbar geworden. Ein gutes Beispiel ist Artificial Intelligence, die enorme Datenmengen benötigt und daher eine hohe Rechenkapazität erfordert. Heute haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um aus diesen Daten wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, die vorher nicht möglich waren. Das betrifft nicht nur die Verarbeitung von Daten, sondern auch deren Nutzung zur Vorhersage zukünftiger Entwicklungen. So können wir Prozesse stärker automatisieren und ihre Genauigkeit erhöhen.

    Cyber Security spielt in der Digitalisierung sicherlich eine große Rolle. Wie gehen Sie damit um?
    Cyber Security ist essenziell, aber ein hundertprozentiger Schutz ist nicht realistisch. Deshalb geht es nicht nur darum, sich bestmöglich abzusichern, sondern auch darum, Angriffe frühzeitig zu erkennen und schnell darauf zu reagieren. Wir analysieren kontinuierlich unsere Systeme, Transaktionen und technischen Abläufe auf Anomalien. Sobald eine verdächtige Aktivität identifiziert wird, muss sie schnellstmöglich isoliert und aus dem System entfernt werden. Unsere Strategie verfolgt also zwei Ansätze: Einerseits wollen wir das Schutzniveau so hoch wie möglich halten, andererseits setzen wir auf effektive Erkennung – neben den Cybersicherheitsexpert*innen auch durch alle Mitarbeitenden – und eine schnelle Reaktion im Ernstfall.

    Wie können sich junge Talente aktiv in die digitale Zukunft von Beiersdorf einbringen? Gibt es spannende Projekte für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger?
    Die IT entwickelt sich rasant weiter, sodass Wissen, das vor 20 Jahren erworben wurde, heute oft nicht mehr aktuell ist. Deshalb ist es für uns bei Beiersdorf sehr wichtig, junge IT-Talente frühzeitig in unsere Teams zu integrieren. Wir arbeiten gezielt mit Werkstudierenden zusammen, die direkt in unsere Projekte und Innovationsprozesse eingebunden werden. So bringen sie neue Ideen und technologische Entwicklungen ein, die unser Unternehmen voranbringen.

    Welche Qualifikationen und Eigenschaften sind Ihnen bei Bewerberinnen und Bewerbern besonders wichtig?
    Die wichtigste Eigenschaft ist für uns die Motivation und der Wille zur Weiterentwicklung. Technologie dient bei uns als Unterstützung der Wertschöpfungskette – das bedeutet, dass sowohl technisches Verständnis als auch ein grundlegendes Wissen über Geschäftsprozesse wichtig sind. Bewerbende sollten entweder fundierte technische Kenntnisse mitbringen und bei uns die Geschäftsprozesse erlernen oder aus einem anderen Bereich kommen, in dem sie bereits Erfahrung mit Wertschöpfungsprozessen gesammelt haben, und sich die technologischen Grundlagen bei uns aneignen.

    „Frauen bringen durch ihre Ausbildung sehr wertvolle Fähigkeiten mit – und darauf sollte man aufbauen.“

    Gibt es neben Werkstudierendenstellen auch Möglichkeiten für Abschlussarbeiten?
    Ja, wir bieten sowohl Bachelor- als auch Masterarbeiten an, unabhängig davon, ob jemand vorher als Werkstudentin oder Werkstudent bei uns tätig war. Zudem suchen wir nicht nur Studienabsolventinnen und -absolventen, sondern auch Menschen mit Berufserfahrung. Uns ist eine diverse Zusammensetzung der Teams wichtig, da unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen für innovative Lösungen sorgen.

    Frauen sind in MINT-Berufen noch immer unterrepräsentiert. Was haben Sie in Ihrer Karriere beobachtet, und wie können Unternehmen Frauen besser unterstützen?
    Das Problem beginnt bereits im Studium. In vielen MINT-Fächern liegt der Frauenanteil oft unter 20 Prozent, und das setzt sich in der beruflichen Laufbahn fort. Während in anderen Branchen eher eine Unterrepräsentation in Führungspositionen existiert, fehlt in der Technikbranche oft bereits die Basis – die sogenannte Pipeline. Um das zu ändern, müssen wir schon in den Schulen ansetzen. Wir müssen Mädchen frühzeitig für MINT-Fächer begeistern und aufzeigen, welche Karrieremöglichkeiten sich ihnen bieten. Gleichzeitig sollten wir diese Fächer attraktiver gestalten, um das Interesse langfristig zu erhalten. Viele verlieren das Interesse in der Pubertät, obwohl sie in der Grundschule noch genauso gut in Mathematik sind wie Jungen. Hier muss gegengesteuert werden. Es geht darum, gezielt die Begeisterung für diese Fächer zu erhalten und junge Frauen im Studium weiter zu begleiten. Da dies jedoch eine langfristige Entwicklung ist, sollten Unternehmen parallel alternative Einstiege in technische Berufe fördern. Der Quereinstieg kann ein wichtiger Weg sein, um Talente aus anderen Bereichen für IT-Berufe zu gewinnen.

    Was hat Sie persönlich an MINT begeistert?
    Ich habe Mathematik studiert, weil es mir immer Spaß gemacht hat. Ich habe nie in Frage gestellt, ob ich das tun sollte oder nicht. Im Studium habe ich dann allerdings schnell festgestellt, dass Frauen in der Mathematik eine Minderheit sind.

    Haben Sie Tipps für junge Frauen, die noch im Studium sind und ihre Karriere planen?
    Vertraut auf Eure  eigenen Fähigkeiten. Gerade in männerdominierten Bereichen fühlt man sich oft besonders beobachtet und schneller kritisiert. Doch Frauen bringen durch ihre Ausbildung sehr wertvolle Fähigkeiten mit – und darauf sollte man aufbauen. Für den Berufseinstieg ist es entscheidend, sich für eine Stelle zu bewerben, die wirklich interessiert und Freude bereitet. Wer mit Begeisterung arbeitet, bringt automatisch bessere Leistungen und hat mehr Selbstbewusstsein, diese Erfolge sichtbar zu machen.

    „Nach meiner Erfahrung steht man in männerdominierten Bereichen stärker unter Beobachtung und wird schneller kritisiert. Doch Frauen bringen wertvolle Fähigkeiten mit – und darauf sollte man aufbauen.“

    Gibt es bei Beiersdorf spezielle Programme zur Förderung von Frauen?
    Ja, wir haben ein umfassendes Diversity-&-Inclusion-Programm, das alle Führungskräfte durch gezielte Trainings sensibilisiert. In der IT gehen wir aufgrund der fehlenden Pipeline weiblicher Talente noch weiter: Wir versuchen, Quereinsteigerinnen den Einstieg in die IT zu erleichtern und arbeiten mit Netzwerken wie den ITgirls oder der Hacker School zusammen. Letztere bringt beispielsweise Schülerinnen und Schülern das Programmieren näher. Zudem haben wir interne Netzwerke und Grassroots-Communities, wie die SisterhoodIsPower-Initiative, über die sich Frauen vernetzen und auf ihrem Karriereweg unterstützen. Darüber hinaus betreiben wir ein Corporate-Influencer-Programm, bei dem vier von fünf unserer IT-Botschafter Frauen sind.

    Macht es Sinn, junge Talente ohne Berufserfahrung frühzeitig an sich zu binden, um langfristig einen guten Cultural Fit zu entwickeln?
    Genau das tun wir mit unseren Werkstudierenden. Wir haben in fast jedem Team ein bis zwei Werkstudierende. So können wir schon während des Studiums herausfinden, ob eine Person gut zur Unternehmenskultur passt. Gleichzeitig profitieren wir von neuen Perspektiven und frischen technologischen Ansätzen.

    Dr. Annette Hamann hat Mathematik in Göttingen studiert und anschließend ein zweijähriges Programm in China absolviert, das Sprachtraining und Berufserfahrung beinhaltete. Ihre IT-Karriere begann 1999 bei Procter & Gamble als IT-Systemanalytikerin und setzte sich in verschiedenen globalen IT-Positionen fort, bevor sie 2015 zu Henkel wechselte. Seit Mai 2020 ist sie CIO bei Beiersdorf und Geschäftsführerin der IT bei Beiersdorf Shared Services, wo sie die digitale Transformation des Konzerns vorantreibt. 2023 wurde sie unter die Top 100 globalen CIOs gewählt.


    Einen weiteren artikel aus unserem FEMALE LEADERSHIP-Netzwerk findest du hier verlinkt.

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    ROLE MODELS, DIE UNS INSPIRIEREN

    „Wie können wir inspirieren, wenn wir uns verstecken?"

    Shonda Rhimes gilt als erfolgreichste Drehbuchautorin unserer Zeit (Grey’s Anatomy, Bridgerton, Inventing Anna). Sie macht klar, warum wir Frauen aufhören müssen, uns zu verstecken:

    „Männer prahlen mit allem, selbst wenn es nichts zu prahlen gibt. Wenn ein Mann einen tollen Erfolg hat, bestellt er die Medien ein und posaunt sein Gehalt in die Welt. Als ich einen Deal mit Netflix gemacht habe, habe ich mein Gehalt in der Presse falsch melden lassen und so wenig Interviews wie möglich gegeben. Dann senkte ich den Kopf und arbeitete. Aber wie können wir inspirieren, wenn wir uns verstecken? Ich werde mich nicht mehr verstecken!“

    Genau das möchte die Female Leadership-Redaktion von high potential erreichen: Großartige, weibliche Role Models zeigen, die junge Studentinnen inspirieren! Die uns motivieren und darin bestärken, an uns und unsere Ziele zu glauben. 

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    Die besten Karriereevents für Frauen

    Women in Business & Consulting in München

    Wann? 27. März 2026, 13:00-17:30 uhr
    Wo? Konferenzzentrum München

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    Weitere Informationen findest du hier verlinkt.

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    Hochschulnews

    Britta Daffner

    Leadership bedeutet, Menschen zu lieben

    Ein weiteres Anforderungsprofil unter die Lupe ­genommen: Was zeichnet eigentlich die ­vielgesuchte „Führungsstärke” heute aus? Autorin Britta Daffner sieht zwei wesentliche Trends, welche die Leitplanken für modernes Leadership bilden und kommt gleichzeitig zu einer wichtigen Erkenntnis: Leadership-Skills können aktiv trainiert werden!

     

     

    Katajun Amirpur Proteste im Iran Jina Mahsa Amini

    „Es geht um die Grundrechte des Menschen!“

    Seit dem Tod der Studentin Jina Mahsa Amini im September 2022 durch die Sittenpolizei entzünden sich die Proteste im Iran immer wieder neu. Trotz der Gewalt und Furcht erheben die mutigen Protestierenden im Iran ihre Stimmen für das Recht auf Selbstbestimmung. Diese feministische Protestbewegung kann und muss uns alle dran erinnern, dass Female Leadership manchmal auf den Straßen passiert. Professor Dr. Katajun Amirpur erklärt uns die sozialen Hintergründe der Proteste im Iran.

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